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Keine überstürzte Entscheidung!

Peter LeinerVon Peter Leiner Veröffentlicht:

Die Entscheidung über zwei Anträge zum Forschungsklonen in Großbritannien, bei dem Eizellen von Kühen mit der Erbsubstanz von Menschen bestückt werden sollen, ist glücklicherweise erstmal auf Eis gelegt worden. Es gibt keinen zwingenden Grund, eine solche Entscheidung zu überstürzen.

Bereits zwei britische Forschergruppen möchten solche Versuche machen, mit denen sie das Entwicklungspotenzial embryonaler Stammzellen erkunden wollen. Und weil es zu wenig Eizellen von Spenderinnen gibt, sollen nun Eizellen von Kühen dafür herhalten. Offenbar gibt es aber auch unter Wissenschaftlern - und erst recht in der Öffentlichkeit - keine eindeutige Unterstützung für solche Forschungsvorhaben. Sonst hätte nicht die für die Zulassung zuständige britische Behörde ihre Ankündigung vor wenigen Wochen überraschend revidiert, noch im Januar über die beiden Anträge entscheiden zu wollen.

Es ist zu hoffen, dass sich in dem bis zur endgültigen Entscheidung verbleibenden knappen Jahr die Behörde - wie die britische Regierung bereits jetzt schon - gegen die beiden Projekte ausspricht. Denn bevor Erbgut von Menschen mit dem von Tieren vermischt wird, sollte das Potenzial adulter Stammzellen stärker als bisher ausgelotet werden, um sie therapeutisch nutzen zu können. Darüber hinaus gibt es viel mehr Zellen mit Stammzellpotenzial, als bisher vermutet. Sinnvoll wäre es, die Anträge abzulehnen.

Lesen Sie dazu auch: Klonversuche mit Kuh-Eizellen auf Eis gelegt

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