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Demografie

Kinder von älteren Müttern sind fitter

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ROSTOCK. Bisherige Studien haben ja gezeigt, dass die Gesundheitsrisiken von Kindern mit dem Alter ihrer Mütter steigen: Je später eine Frau schwanger wird, desto größer ist etwa das Risiko des Kindes, später an Alzheimer, Bluthochdruck oder Diabetes zu erkranken.

Doch trotz dieser Risiken könnten Kinder davon profitieren, wenn ihre Mütter sie erst spät bekommen. Darauf weist eine Studie hin, die Professor Mikko Myrskylä vom Max-Planck-Instituts für demografische Forschung (MPIDR) und seine Kollegen veröffentlicht haben (Pop Develop Rev 2016; 42(1): 69-94).

Die Daten zu Größe, körperliche Fitness, Schulabschlüsse und Bildungsstand von mehr als 1,5 Millionen Frauen und Männern aus Schweden, die zwischen 1960 und 1991 geboren wurden, hatten die Wissenschaftler in ihrer Studie erfasst.

Sie stellten fest, dass die Kinder älterer Mütter größer waren, bessere Schulleistungen erzielten und mit einer höheren Wahrscheinlichkeit eine Universität besuchten als die Kinder jüngerer Mütter. Das habe selbst dann gegolten, wenn die Mütter bei der Geburt des Kindes bereits 40 Jahre alt oder älter waren.

Verglichen die Forscher beispielsweise Geschwister mit einem großen Altersabstand, habe sich gezeigt, dass Kinder, deren Mutter bei der Geburt Anfang 40 gewesen war, im Schnitt etwa ein Jahr länger eine Schule oder Universität besuchten als Geschwister, bei deren Geburt die Mutter Anfang 20 gewesen war.

Das Gesundheitswesen und die sozialen Verhältnisse haben sich in der Vergangenheit in vielen Ländern verbessert. Bisherige Studien, die den Einfluss des mütterlichen Alters auf die Gesundheit ihrer Kinder untersucht hätten, ließen derartige Entwicklungen außer Acht, heißt es in einer Mitteilung des MPIDR. Bekomme eine Frau ihr Kind beispielsweise zehn Jahre später, veränderten sich auch die gesundheitlichen und sozialen Bedingungen, unter denen das Kind aufwüchsen. (eb)

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