Kita-Kinder bekommen seltener Leukämie

LONDON (dpa). Kindergartenkinder bekommen nach Erkenntnis amerikanischer Forscher seltener Blutkrebs als andere Altersgenossen. Das hat die Analyse von insgesamt 14 Studien mit mehr als 6000 Leukämie-Kindern ergeben.

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"In unserer Analyse kommen wir zu dem Ergebnis, dass Kinder, die Kindertagesstätten oder Spielgruppen besuchen, ein um 30 Prozent geringeres Risiko haben, an Leukämie zu erkranken", hat Forschungsleiterin Patricia Buffler von der Universität von Kalifornien auf einer Konferenz für pädiatrische Onkologie in London berichtet.

Daten von über 14 000 Kindern ausgewertet.

Der Grund für diesen möglichen Effekt sei in der Analyse jedoch nicht untersucht worden. Die Beobachtung stütze jedoch die These, dass ein frühes Training des Immunsystems - etwa durch die Vielzahl der im Kindergarten zirkulierenden Keime - einen schützenden Effekt gegen Leukämie habe.

Leukämie ist in den Industrieländern die häufigste Krebserkrankung bei Kindern und trifft dort etwa eines von 2000 Kindern. In 80 Prozent aller Fälle handelt es sich um die akute lymphatische Leukämie (ALL), die meist im Alter zwischen zwei und fünf Jahren auftritt. Auf diese Form konzentriert sich auch die US-Analyse. Sie fasst 14 Studien mit insgesamt 6108 leukämiekranken und 13 704 gleichalten gesunden Vergleichskindern zusammen. Die Eltern hatten jeweils Angaben zu Kindergarten- oder Spielgruppenbesuch sowie zu anderen Sozialkontakten gemacht.

In zwölf der Studien hatte sich bereits einen gewisser Schutz angedeutet, zwei Studien hatten keinen Effekt belegt. "Die Kombination der Studiendaten stärkt unsere Zuversicht darin, dass der schützende Effekt tatsächlich existiert", betonte Buffler.

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