Kleines Opioid-Matrixpflaster mindert Rheuma-Schmerzen

WIEN (grue). Transdermales Fentanyl ist bei chronischen rheumatischen Schmerzen eine Alternative zur oralen Therapie mit schwächer wirksamen Opioiden.

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Matrixpflaster mit Fentanyl gibt es neuerdings auch in niedriger Dosierung (Durogesic® SMAT 12 µg/h). Sie können bei starken rheumatischen Schmerzen statt Codein, Tilidin oder Tramadol verordnet werden. Darauf hat Professor Stefan Grond aus Halle bei einer von Janssen-Cilag unterstützten Veranstaltung beim EULAR in Wien hingewiesen.

Das niedrigdosierte Fentanyl-Pflaster ist nur etwa fünf Zentimeter groß. Pro Stunde werden 12,5 µg Fentanyl freigesetzt. Das sei eine gute Anfangsdosis für Kinder und ältere Menschen mit chronischen Schmerzen, wenn Paracetamol und NSAR nicht genug helfen oder nicht vertragen werden, so Grond.

Das kleine Pflaster könne außerdem zur langsamen Auftitrierung genutzt werden, wenn bei starken Schmerzen höhere Opioiddosen nötig sind. Das sei einfacher und sicherer, als große Pflaster zu teilen. Übelkeit und Erbrechen seien selten.

"Ein stark wirksames, aber niedrigdosiertes Opioide ist insgesamt verträglicher als ein schwächeres Opioid in hoher Dosierung", sagte Grond. Fentanyl-Matrixpflaster seien außerdem besonders angenehm in der Anwendung. Sie sind dünn und durchsichtig. Auch tägliches Duschen ist damit möglich.

In der Wirksamkeit stehen sie den älteren Reservoir-Pflastern in nichts nach. Das hat auch der Vergleich der Daten von 46 Schmerzpatienten bestätigt, die erst mit den alten und dann mit den neuen Pflastern in jeweils gleicher Wirkstärke behandelt wurden.

Da auch Hautreaktionen mit den Matrixpflastern seltener waren, wollten 90 Prozent der Tester sie weiter benutzen. Ein Pflasterwechsel ist nur etwa alle drei Tage nötig. Dazwischen, so Grond, "können die Patienten bei richtig gewähltem Pflaster ihr Schmerzleiden fast vergessen".

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