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Knie-TEPs bei immer mehr jungen Menschen

HELSINKI (eis). Die Zahl junger Menschen, die wegen Kniegelenkarthrose ein künstliches Kniegelenk bekommen, wächst rasant, wie Forscher um Dr. Jarkko Leskinen vom Universitiy Central Hospital in Helsinki berichten.

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Künstliches Kniegelenk: Immer öfter für junge Menschen.

Künstliches Kniegelenk: Immer öfter für junge Menschen.

© Bild13 / imago

Die Rate der eingesetzten Vollimplantate hat sich bei Menschen im Alter von 30 bis 59 Jahren in dem Land zwischen 1980 und 2006 um das 130-fache erhöht, und zwar von 0,5 pro 100.000 auf 65 pro 100.000(Arthritis & Rheumatism 2012, online 17. Januar).

Besonders oft werden inzwischen 50- bis 59-Jährige damit versorgt. Die Rate der eingesetzten künstlichen Kniegelenke hat sich dabei in den Jahren zwischen 2001 und 2006 am stärksten erhöht: von 18 auf 65 pro 100.000.

Frauen bekommen dabei öfter als Männer ein neues Knie (1,6- bis 2,4-fach häufiger).

Problem fehlender Studien

In einem Editorial zu der Studie gibt Dr. Elena Losina von der Harvard Medical School zu bedenken, dass es für Knie-Endoprothesen bisher kaum Daten von Menschen unter 60 Jahre gibt (Arthritis & Rheumatism 2012, online 17. Januar).

Ob die Prothesen auch in diesem Alter geeignet sind, müsse in Studien geklärt werden. Die Lebensdauer der künstlichen Gelenke beträgt etwa 15 Jahre, berichtet zudem "BBC News" über die Studie.

Deshalb seien bei häufigeren Operationen in jungen Jahren künftig verstärkt Revisionen bei den über 70-Jährigen zu erwarten. Auch sei bisher nicht geklärt, ob die künstlichen Gelenke der vergleichsweise stärkeren Belastung bei jungen und aktiven Menschen gewachsen seien.

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