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Körperliche Symptome der Depression noch oft verkannt

BERLIN (gvg). Bei Patienten mit Depression nehmen Ärzte psychische Symptome eher zur Kenntnis als körperliche. Das belegt eine Studie.

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An der PADRE×-Studie nahmen 4300 Patienten mit Depression teil. Sie wurden mit dem selektiven Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmstoff Duloxetin (Cymbalta®) behandelt. In einer Teiluntersuchung ging es um die Frage, inwieweit die von Ärzten wahrgenommenen Symptome der Depression dem entsprechen, was die Patienten angeben.

Dazu wurde die ärztliche Einschätzung der Symptome auf einer Standardskala erfasst, dem Inventory of Depressive Symptomatology (IDS-C). Die Patienten gaben ihre psychischen Symptome auf einem Fragebogen an und nutzten eine visuelle Analogskala für Angaben zum Ausmaß eventuell bestehender körperlicher Schmerzen. Die Einschätzungen der Ärzte und der Patienten wurden dann in der von Lilly und Boehringer Ingelheim unterstützten Studie korreliert.

"Insgesamt erfassen Ärzte die psychischen Symptome ihrer Patienten wesentlich besser als die körperlichen", sagte Professor Hans-Peter Volz aus Werneck beim Psychiatrie-Kongress in Berlin. Für die psychischen Symptome betrug der Korrelationskoeffizient 0,51, für die körperlichen 0,42 - ein Fünftel weniger.

Das bedeute wahrscheinlich, dass Ärzte körperliche Symptome der Depression weniger wahrnähmen und weniger gezielt therapierten, so Volz auf der von Lilly und Boehringer Ingelheim unterstützten Veranstaltung. Das mindere die Chancen einer Remission: "Die Gefahr eines mangelnden Ansprechens auf eine Therapie mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern ist bei körperlichen Schmerzen um den Faktor 1,5 bis 4 erhöht", so Volz. Er empfahl, bei ausgeprägten körperlichen Symptomen eine Substanz wie Duloxetin anzuwenden, die auch die körperlichen Symptome lindere.

×PADRE: Painful physical symptoms in depressed patients

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