KOMMENTAR

Kontrollen mit Lücken

Von Pete Smith Veröffentlicht:

Wer sich beim Dopen mit Anabolika erwischen lässt, gilt unter Experten als Depp. Denn geübten Athleten fällt es leicht, bis an die erlaubten Grenzwerte heranzudopen.

Etwa mit einem Testosteron-Pflaster unter dem Hodensack, das die Substanz niedrig dosiert, aber kontinuierlich abgibt. Oder indem man gleichzeitig Epitestosteron zuführt, um den kritischen Quotienten niedrig zu halten. Dass zuletzt die Radprofis Patrik Sinkewitz und Matthias Kessler mit zu hohen Testosteronwerten auffielen, lässt vermuten, dass sie sich die Substanz injiziert haben und kurz danach kontrolliert wurden.

Fühlten sie sich zu sicher? Glaubten sie, dass der Fokus nur auf Epo liegt, sie mit Testosteron also leichter durchkommen? Dafür spricht, dass die internen Kontrollen nur aufs Blutdoping abheben. Lapidarer Kommentar der T-Mobile-Leitung: "Unsere Kontrollen greifen, auf Testosteron testen wir gar nicht."

Lesen Sie dazu auch: Weniger Etappen und mehr Pausen bei der Tour?

Mehr zum Thema

Metaanalyse

Diese Sportarten können Depressionen lindern

„Viele bleiben lieber beim Insulin“

Der Kollege, der sich selbst von Typ-2-Diabetes heilte

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Selbstverwaltung

Vierte Amtsperiode des G-BA endet – und Hecken teilt aus

Lesetipps
Gemälde von Menschen auf einer tropischen Insel, die um eine übergroße Mango tanzen.

© Preyanuch / stock.adobe.com

Kinetose

Mango, Musik, Medikamente – was gegen Reisekrankheit hilft

In Japan dürfen nur Ärzte oder Pflegekräfte unter ärztlicher Aufsicht impfen.

© [M] David Inderlied / dpa / picture alliance / Springer Medizin Verlag

Strenge Regelungen

Blick über den Tellerrand: Japan ist konservativ beim Impfen

Die Ursache der Appendizitis des jungen Mannes war offenbar eine Aktinomykose, ausgelöst durch Actinomyces israelii, ein gram-positives anaerobes Bakterium, das als Kommensale in der Mundhöhle und auch im Gastrointestinaltrakt vorkommt.

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Untypisches Krankheitsbild

Kasuistik: Hinter dieser Appendizitis steckte ein Bakterium