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KOMMENTAR

Kontrollen mit Lücken

Von Pete Smith Veröffentlicht:

Wer sich beim Dopen mit Anabolika erwischen lässt, gilt unter Experten als Depp. Denn geübten Athleten fällt es leicht, bis an die erlaubten Grenzwerte heranzudopen.

Etwa mit einem Testosteron-Pflaster unter dem Hodensack, das die Substanz niedrig dosiert, aber kontinuierlich abgibt. Oder indem man gleichzeitig Epitestosteron zuführt, um den kritischen Quotienten niedrig zu halten. Dass zuletzt die Radprofis Patrik Sinkewitz und Matthias Kessler mit zu hohen Testosteronwerten auffielen, lässt vermuten, dass sie sich die Substanz injiziert haben und kurz danach kontrolliert wurden.

Fühlten sie sich zu sicher? Glaubten sie, dass der Fokus nur auf Epo liegt, sie mit Testosteron also leichter durchkommen? Dafür spricht, dass die internen Kontrollen nur aufs Blutdoping abheben. Lapidarer Kommentar der T-Mobile-Leitung: "Unsere Kontrollen greifen, auf Testosteron testen wir gar nicht."

Lesen Sie dazu auch: Weniger Etappen und mehr Pausen bei der Tour?

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