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Nicht-pharmakologische Intervention

Krebs: Mit Yoga gegen Fatigue und Depressionssymptome

Ergebnisse einer aktuellen Studie stützen die Annahme, dass eine Yoga-Therapie dabei hilft, eine krebsbedingte Fatigue zu reduzieren. Frauen mit Brustkrebs scheinen dabei am meisten zu profitieren.

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Yoga als unterstützende Krebstherapie: Sie verbindet sowohl psychologische als auch körperliche Aspekte.

Yoga als unterstützende Krebstherapie: Sie verbindet sowohl psychologische als auch körperliche Aspekte.

© anon / stock.adobe.com

Würzburg. Fatigue ist ja eine der häufigsten Nebenwirkungen von Krebs, sie wird von den Patienten zum Teil als noch belastender empfunden als Schmerzen (JNCCN 2015; 13(8): 1012–1039). Das intensive und chronische Müdigkeitsgefühl ist nicht mit vorherigem Stress verbunden und kann durch Ruhe nicht vollständig beseitigt werden. Auf körperlicher Ebene sind die Betroffenen kraftlos, auf emotionaler Ebene stehen Demotivation und depressive Verstimmung sowie auf kognitiver Ebene Konzentrationsschwierigkeiten im Vordergrund. Dies reduziert die Lebensqualität erheblich und hindert Patienten daran, ein normales Leben zu führen.

Fatigue stellt zudem aufgrund des Verlusts positiver Erfahrungen und zunehmendem Vermeidungsverhalten ein hohes Risiko für die Entwicklung klinischer Depressionen und Angstzuständen dar (Psychosomatics 2009: 50(5); 440–447). Dabei gibt es zwischen verschiedenen Krebsarten durchaus Unterschiede bei der Prävalenz und subjektiven Einschätzung von Fatigue: So berichten etwa Betroffene mit Brust- oder Darmkrebs über eine höhere Fatigue-Belastung als Patienten mit Prostatakrebs.

Ätiologie der Fatigue umfasst mehrere Ebenen

Die zugrunde liegenden Mechanismen einer Fatigue sind noch nicht vollständig verstanden. Diskutiert werden unter anderem auf körperlicher Ebene der Einfluss proinflammatorischer Zytokine, auf psychosozialer Ebene wenig soziale und emotionale Unterstützung, geringes Einkommen und überwiegend pessimistische Gedanken.

Da die Ätiologie der Fatigue mehrere Ebenen umfasst, werden häufig multimodale Ansätze zur Reduktion empfohlen. Eine Yoga-Therapie ist einer davon. Sie verbindet sowohl psychologische als auch körperliche Aspekte. So konnte zum Beispiel außer einer Erhöhung der Muskelkraft auch eine Reduktion proinflammatorischer Zytokine nachgewiesen werden.

Yoga-Therapie bei Patienten mit verschiedenen Krebsarten

Ein Team um Teresa Zetzl vom Universitätsklinikum Würzburg wollte dem jetzt näher auf den Grund gehen und hat die Auswirkungen einer 8-wöchigen Yoga-Therapie auf Fatigue bei Patienten mit verschiedenen Krebsarten untersucht (Supportive Care in Cancer 2021; 29: 2973–2982).

Hierfür teilten sie insgesamt 173 Krebspatienten mit leichter bis schwerer Fatigue randomisiert der Yoga-Gruppe (n = 84, IG) oder der Wartelisten-Kontrollgruppe (n = 88, KG) zu. Die Yoga-Therapie bestand aus acht wöchentlichen Sitzungen à 60 min. Der primäre Endpunkt waren selbstberichtete Fatigue-Symptome. Sekundäre Endpunkte waren Symptome einer Depression und die Lebensqualität (QoL). Die Daten wurden mit Fragebögen vor und nach der Yoga-Therapie erhoben.

Das Team um Zetzl stellte im Vergleich zu den Kontrollen bei den Patienten, die an 7 oder 8 Sitzungen teilgenommen hatten, eine stärkere Reduktion der allgemeinen Fatigue (p = 0.033), der körperlichen Müdigkeit (p = 0.048) und Depression (p < 0.001) sowie einen stärkeren Anstieg der Lebensqualität (p = 0.002) fest. Explorationsergebnisse ergaben zudem, dass Frauen mit Brustkrebs nach der Yoga-Therapie eine stärkere Verringerung der Müdigkeit als Frauen mit anderen Krebsarten (p = 0.016) feststellten. (otc)

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