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Krebs-Patientin bekommt seltene Zeckenkrankheit

JENA (eis). In Thüringen hat sich eine Frau mit Babesiose infiziert. Die Krebspatientin mit Chemotherapie hat den Infekt offenbar bei Bluttransfusionen erworben.

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Babesiose ist ein Malaria-ähnlicher Infekt der von Protozoen der Gattung Babesia hervorgerufen wird. Bei der Leukämie-Patientin waren nach heftigen Brustschmerzen und Myokardverdacht Babesia microti isoliert worden. Das berichten Dr. Anke Hildebrandt von der Universität Jena und ihre Kollegen (Eur J Clin Microbiol Dis 26, 2007, 595).

Die Frau hatte mehrere Bluttransfusionen erhalten, bei einem beteiligten Blutspender wurden spezifische Antikörper gefunden. Vermutlich stammen die Erreger ursprünglich aus Zecken, die in Deutschland häufig Träger von Babesien sind. Besonders bei Immungeschwächten mit unklarem Fieber sei Babesiose künftig häufiger zu erwarten, so Hildebrandt.

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