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Krebs-Viren schon bei jungen Mädchen

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WIEN (dpa). Mädchen können schon als Kleinkinder mit Papillomviren infiziert sein. Das haben Mediziner aus Wien herausgefunden. Die Mediziner vermuten, dass die Viren während der Geburt auf die Babys übertragen werden könnten. Eine weitere Möglichkeit seien Schmierinfektionen - etwa über das Handtuch der Mutter.

Es müsse deshalb darüber nachgedacht werden, Mädchen schon als Babys gegen Gebärmutterhalskrebs zu impfen, zitiert der "Focus" Dr. Daniela Dörfler von der Medizinischen Universität Wien. Sie und ihr Team hatten 110 Mädchen von 4 bis 15 Jahren auf Papillomviren getestet. 20 der Kinder trugen solche Erreger.

In drei Viertel der Fälle wurden riskante Virentypen nachgewiesen, die bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen. Nun soll untersucht werden, warum so viele Mädchen schon mit solchen Erregern infiziert sind, lange bevor sie sexuell aktiv werden. Meist kann bei einer Infektion das Immunsystem die Viren bekämpfen, und es kommt zu keiner Erkrankung oder höchstens zu Warzen. Da aber auch Krebs entstehen kann, hatte die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) im Frühjahr 2007 eine allgemeine Impfempfehlung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren ausgesprochen.

Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs wirkt gegen zwei sogenannte Humane Papillomviren (HPV) und zwar gegen HPV-16 und HPV-18. Sie sind die Ursache von 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs. In Deutschland erkranken jährlich mehr als 6000 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 1700 sterben daran.

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