Prostata-Karzinom

Kurze, hochdosierte Bestrahlung im Test

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FRANKFURT/MAIN. Das Universitätsklinikum Frankfurt führt in Kooperation mit weiteren Kliniken eine klinische Studie zu hochdosierter Strahlenchirurgie beim Prostatakarzinom durch.

Die Studie ist auf Patienten über 70 Jahren ausgelegt und wird gemeinsam von den Uniklinika Frankfurt, Schleswig-Holstein und Rostock sowie dem Saphir Radiochirurgiezentrum durchgeführt, teilt die Uniklinik Frankfurt mit.

Dabei werde ein Bestrahlungsverfahren eingesetzt, das in der Prostatatherapie erstmalig in Deutschland für diese Studie zugelassen wurde, heißt es in der Mitteilung: die hypofraktionierte Strahlenchirurgie mithilfe des CyberKnifes.

Die Behandlung erfolgt dabei mit nur fünf Fraktionen und lediglich über einen Zeitraum von etwa anderthalb Wochen. In den USA wurden bereits erste vielversprechende Langzeitergebnisse von über 1500 Patienten vorgestellt, heißt es in der Mitteilung.

Die US-amerikanische Fachgesellschaft für Strahlentherapie habe die hypofraktionierte Strahlenchirurgie mittlerweile als eine mögliche Alternative zur Standardbehandlung für Prostatakrebs empfohlen.

Neue Bestrahlungsverfahren dürfen in Deutschland nur nach strengen klinischen Prüfungen und Genehmigung durch das Bundesamt für Strahlenschutz eingesetzt werden. Ein Forschungsverbund hat den Einsatz der neuen Behandlungsmethode im Rahmen der klinischen Studie HYPOSTAT beantragt und vor kurzem die Genehmigung durch das Bundesamt erhalten.

Die hypofraktionierte Strahlenchirurgie wird dabei mit den beiden robotergestützten CyberKnife-Systemen in Frankfurt und Güstrow durchgeführt. Für HYPOSTAT werden in Kiel, Lübeck, Rostock bzw. Güstrow ab Januar und in Frankfurt ab Februar 2016 Patienten aktiv rekrutiert. (eb)

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