Längste Stammbaumlinie der Welt?

GÖTTINGEN (pid). Zu einem ungewöhnlichen Gen-Test waren am Wochenende die Bewohner von mehreren Dörfern im Südharz aufgerufen. Wissenschaftler der Universität Göttingen wollen in einem Forschungsprojekt klären, ob heutige Bewohner der Region von einer bronzezeitlichen Familie abstammen, deren Knochen vor Jahren in der Lichtensteinhöhle im Landkreis Osterode entdeckt wurden.

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Die Göttinger Forscher vom Institut für Anthropologie unter der Leitung von Dr. Susanne Hummel haben bereits vor einiger Zeit die 3000 Jahre alten Skelette mit modernsten molekularbiologischen Methoden untersucht. Dabei fanden sie heraus, dass die insgesamt 40 Skelette zwei miteinander verwandten Familiengruppen zuzuordnen sind.

Insgesamt konnten die Göttinger Wissenschaftler über drei Generationen die verwandtschaftlichen Beziehungen nachweisen. Jetzt wollen sie klären, ob es heute noch Nachfahren dieser prähistorischen Harz-Bewohner gibt.

"Ein solches Forschungsprojekt hat es bislang noch nirgends gegeben", sagte Susanne Hummel, die auf eine rege Beteiligung hoffte. Aufgerufen zum Speicheltest waren Bewohner der Orte Dorste, Förste, Eisdorf, Nienstedt, Marke, Ührde und Schwiegershausen, von denen wenigstens ein Großelternteil aus der Region stammt.

Bei den Getesteten wollen die Anthropologen der Göttinger Universität jene genetischen Marker untersuchen, die in einer Familienlinie weitervererbt werden. Falls sich eine Übereinstimmung mit den DNA-Mustern der bronzezeitlichen Harz-Bewohner finden würde, wäre dies die längste Stammbaumlinie der Welt - und eine wissenschaftliche Sensation!

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