Mikrowellenablation

Lebertumoren präzise entfernen

Mit einer neuen Mikrowellenablationstechnik lassen sich Lebertumore präziser entfernen.

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FRANKFURT / MAIN. Bei Leberzellkarzinom ist ja die chirurgische Entfernung des Tumors die übliche Therapieform. Dies ist jedoch bei einigen Patienten aufgrund der Anzahl, Größe oder Lage ihrer Tumore nicht möglich. Für diese Fälle werden neben der Chemotherapie schonendere Alternativen wie die Radiofrequenz- oder die Mikrowellenablation angewendet. Ärzte der Uni Frankfurt haben nun in einer Studie die Wirksamkeit einer neuen, präziseren Technik der Mikrowellenablation – der sogenannten "enabled constant spatial energy control" (ECSEC)-Technik – nachgewiesen, wie die Uni mitteilt (Int J Hypertherm 2017; online 3. August).

Bei sämtlichen Ablationstechniken ist ein ausreichender Sicherheitssaum um den Tumor wichtig um die vollständige Zerstörung der Krebszellen sicherzustellen. Die Mikrowellen- bietet gegenüber der Radiofrequenzablation den Vorteil größerer Ablationszonen. Die von der Gruppe um Professor Thomas Vogl geprüfte ECSE-Technik habe einen weiter optimierten Ablationsbereich erzeugt, heißt es in der Mitteilung. Dies gelinge mithilfe eines neuen Sondenkopfes, der es ermögliche, aus verschiedenen Winkeln auf das Zellgewebe einzuwirken.

Die Forscher verglichen in ihrer Studie mit 96 Patienten die neue ECSEC-Methode mit zwei konventionellen Mikrowellenablationstechniken und stellten fest, dass der abgedeckte Raum um den Tumor mit der neuen ECSEC-Technik mehr als doppelt so groß war wie bei herkömmlichen Methoden. Die Größe des Sicherheitssaums liege damit über dem geforderten Minium von fünf Millimetern. Zudem wurde die Behandlungsdauer um 17 Prozent verringert. Auch wiesen die Forscher nach, dass die ECSEC-Technik im Bezug auf das lokale Tumorwachstum und die Ein-Jahres-Mortalität so sicher und effektiv ist wie bereits verwendete Methoden. (eb)

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