Leflunomid bessert bei Psoriasis Zustand von Haut und Gelenken

GRÜNWALD (sto). Etwa acht Prozent der Patienten mit Psoriasis haben zusätzlich eine Psoriasis-Arthritis (PsA). Für diese Patienten sind die Therapieoptionen im vergangenen Jahr durch die Zulassung von Leflunomid zur Behandlung Erwachsener mit Psoriasis-Arthritis erweitert worden.

Veröffentlicht:

Die Symptome der Psoriasis-Arthritis ähneln denen bei rheumatoider Arthritis, wie Professor Erika Gromnica-Ihle bei den vom Unternehmen Sanofi-Aventis unterstützten Grünwalder Gesprächen gesagt hat.

So berichten die Betroffenen über eine Morgensteifigkeit der Gelenke, über akut entzündete, geschwollene und druckschmerzhafte Gelenke, über eine eingeschränkte Beweglichkeit sowie über Veränderungen der Nägel und zum Teil auch über großflächige Veränderungen der Haut. Hand- und Fußgelenke sind am häufigsten betroffenen. Die Erkrankung tritt bei Männern und Frauen gleich häufig auf, meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr auf.

In der Placebo-kontrollierten TOPAS-Studie (Treatment with Leflunomide in Psoriatic Arthritis), an die die Rheumatologin in Grünwald erinnert hat, wurden 188 Patienten 24 Wochen lang behandelt. Nach 24 Wochen hatten 59 Prozent der mit Leflunomid (in Deutschland als Arava® erhältlich) behandelten Patienten die PsARC-Responder-Kriterien erfüllt (Abnahme der Gelenkbeschwerden um mindestens 30 Prozent), in der Placebo-Gruppe war das dagegen nur bei 29 Prozent der Patienten der Fall. Mit den PsARC-Score wird die Krankheitsaktivität dokumentiert, etwa über die Zahl der geschwollenen und schmerzhaften Gelenke.

Auch der mediane PASI-Score, der ein Maß für den Schweregrad und das Ausmaß der befallenen Hautflä-che bei Psoriasis ist, habe sich unter der Behandlung mit Leflunomid um 24 Prozent gebessert, berichtete Gromnica-Ihle. Eine jeweils zu Beginn der Behandlung definierte Zielläsion habe sich unter der Behandlung mit Leflunomid im Durchschnitt um 49 Prozent gebessert im Vergleich zu 26 Prozent mit Placebo. Es seien keine neuen, bis dahin unbekannten unerwünschten Arzneimitteleffekte aufgetreten.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Wundheilung

Ulcus cruris venosum: Was für die Kompressionstherapie wichtig ist

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Symptome, Ursachen und Therapie

© Evgeniya Markina | iStock (Symbolbild mit Fotomodell)

Trockene Augen

Symptome, Ursachen und Therapie

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Arzneimittelbasierte Wundsalben

© AndreyPopov | iStock

Optimale Wundheilung

Arzneimittelbasierte Wundsalben

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Erhöhtes Risiko für immunvermittelte Hautkrankheiten

© supawat bursuk | iStock

Übergewicht bei Kindern

Erhöhtes Risiko für immunvermittelte Hautkrankheiten

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 2: Infusionsschema der REGENCY-Studie

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Neue Therapieoption bei Lupus-Nephritis verfügbar

Obinutuzumab verbessert Nierenoutcomes bei Lupus-Nephritis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Review

RAS-Blocker präoperativ eher nicht absetzen?

Lesetipps
Ein Mann schwimmt in einem Schwimmbecken.

© TeamDF / stock.adobe.com

Umbrella-Review

Welcher Sport bei Depression und Angststörung am besten hilft