Adipositas

"Leichter leben in Deutschland" - Kampagne startet

MÜNCHEN (sto). Die Gesundheitskampagne "Leichter leben in Deutschland", an der im vergangenen Jahr fast 120 000 Menschen teilgenommen haben, geht auch 2006 wieder an den Start. Angestrebt werden diesmal 150 000 Teilnehmer, sagte der Initiator der Kampagne, der Straubinger Apotheker Hans Gerlach, zum Auftakt der Abnehmaktion in München.

Veröffentlicht:

"Leichter leben in Deutschland" ist ein Ernährungs- und Bewegungsprogramm, das deutschlandweit von 1200 Apotheken angeboten wird. Dabei werde keine Radikaldiät und keine Hungerkur propagiert, sagte Gerlach. Vielmehr solle eine nachhaltige Ernährungsumstellung auf der Grundlage der neuesten ernährungsphysiologischen Erkenntnisse erreicht werden.

Die wichtigsten Bausteine der Aktion seien Fettreduktion, Beachtung des glykämischen Indexes, sowie Bewegung und Gruppendynamik, so Gerlach. Der Schwerpunkt der diesjährigen Kampagne liege auf der Bewegung. Propagiert werden "10 000 Schritte pro Tag". Auf diese Weise sollen die Teilnehmer in vier bis fünf Monaten etwa fünf bis zehn Prozent des Körpergewichts als Fett abnehmen.

Teilnehmer der Gesundheitsaktion können sich in einer der "Leichter Leben"-Apotheken für 15 Euro ein Gutschein-Heft für Körperfettanalysen, Eintrittskarten für eine Basisschulung zur gesunden fett- und zuckerreduzierten Ernährung und für Bewegungs-Schnupperkurse kaufen.

Den Teilnehmern werde eine ärztliche Eingangsuntersuchung empfohlen, sagte Gerlach. Vielerorts gebe es Kooperationen mit Hausarztkreisen. Schirmherr der Abnehmaktion ist der bayerische Gesundheitsminister Werner Schnappauf. In Bayern sei bereits jeder zweite Erwachsene übergewichtig und habe damit ein erhöhtes Krankheitsrisiko, sagte Staatssekretär Otmar Bernhard.

Mehr zum Thema

Neuartiges Antidiabetikum

Typ-2-Diabetes: Tirzepatid überholt das Insulin glargin

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Illustration zeigt die Spikes von SARS-CoV-2. Links die britische, in der Mitte die brasilianisch und rechts die südafrikanische Variante. In diesem Bild sind die Atome der Spikes zu erkennen –über 20.000. Auf der Hülle des Virus befinden sich typischer Weise 40 solcher Spikes. Keine der hier gezeigten Farben trifft die Realität, denn die Virenstruktur ist nur aus Schwarzweiß-Aufnahmen mit dem Elektronenmikroskop nachzuempfinden. Grafik erstellt von Maximilian Schönherr am 19. April 2021

© Maximilian Schönherr / picture alliance

COVID-19-Symptome bei B.1.1.529

Corona-Variante Omikron verursacht wohl starke Müdigkeit

Je länger die Krise dauert, desto rauher scheint mitunter das Klima an entscheidenden Stellen des Pandemiemanagements zu werden.

© Edler von Rabenstein / stock.adobe.com

Corona-Ärger

BKA: Zunehmende Angriffe auf Ärzte durch Impfgegner