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Welt-Aids-Tag

Lieferengpässe bei PrEP-Medikation beklagt

Die Lieferschwierigkeiten der Wirkstoffkombination Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil habe sich seit Mitte Oktober dieses Jahres offenbar massiv verschärft, warnen HIV-Spezialisten.

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Berlin. In Deutschland werden die Medikamente zur HIV-Prophylaxe knapp. Wie die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG), die Vertretung ambulant tätiger HIV-Mediziner:innen (dagnä) und die Arbeitsgemeinschaft HIV-kompetenter Apotheken (DAHKA) am Mittwoch gemeinsam mitteilten, hätten sich die Lieferschwierigkeiten bei der Wirkstoffkombination Emtricitabin/Tenofovirdisoproxil seit Mitte Oktober dieses Jahres offenbar massiv verschärft.

Das Mittel sei in Deutschland das einzige zugelassene Medikament für die HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP), rund 32.000 Menschen im Land schützten sich aktuell damit vor einer Ansteckung mit HIV.

„Uns gehen die Vorräte aus, wir können gerade nur irgendwie versuchen, die Löcher in der Versorgung zu stopfen“, sagt DAHKA-Vorstand Erik Tenberken, der in Köln zwei Apotheken betreibt. Laut Tenberken kann gerade kein Hersteller die bestellten Mengen zur Verfügung stellen, die meisten lieferten im Moment überhaupt nicht. „Wir hören zum Teil, dass es erst Ende Januar wieder Nachschub geben soll.“ Viele Kollegen könnten seit Wochen ihre Patienten nicht mehr versorgen. „Es ist eine Katastrophe.“

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Sowohl Tenberken wie Mauss sähen vor allem die Politik in der Pflicht, etwas gegen die eskalierenden Lieferprobleme zu unternehmen, gleichzeitig forderten sie die Hersteller zum Handeln auf. „In den europäischen Nachbarstaaten gibt es keine Lieferschwierigkeiten in diesem Umfang“, sagt Mauss.

Es sei Zeit, dass die regierenden Parteien die Ursachen ehrlich analysierten und für strukturelle Änderungen sorgten. „Das Geschäft mit generischen HIV-Medikamenten ist im Ausland einfach lukrativer“, sagt Tenberken. (eb)

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