Ausbrüche vielerorts

Masern wüten in Europa

Masernausbrüche gibt es zurzeit in vielen europäischen Ländern. In Deutschland könnte die Infektionswelle nach Ferienende wieder stärker aufflammen.

Veröffentlicht:

NEU-ISENBURG. Bis zum 14. August wurden in diesem Jahr 1360 Masernfälle in Deutschland registriert.

Besonders betroffen ist weiterhin Berlin mit bisher 464 gemeldeten Erkrankten, die Welle hat sich auch nach Potsdam und Umgebung ausgedehnt mit insgesamt 57 Fällen in Brandenburg.

Ein weiterer Fokus des Ausbruchs ist Bayern mit bisher 602 registrierten Fällen, mehr als die Hälfte davon gab es dabei in München.

Masern beim Festival in Barcelona

Aus den Niederlanden werden seit Mai 1035 Masernfälle gemeldet, berichtet das CRM Centrum für Reisemedizin. Die meisten Erkrankungen gab es im sogenannten "Bibelgürtel" des Landes.

Dort lehnen fundamentale Protestanten Impfungen ab. Es handelt sich um den ersten Masernausbruch seit 13 Jahren in den Niederlanden. Im Jahr 2000 gab es dort 3300 Erkrankte und drei Todesfälle.

In Spanien hat es einen Ausbruch mit 29 Erkrankten in Zusammenhang mit dem Sonar Festival in Barcelona gegeben. Auf Mallorca sind seit Mai 36 Menschen erkrankt.

Weitere Ausbrüche werden unter anderen aus Großbritannien, Frankreich, Italien, Irland, Rumänien und Georgien gemeldet. Vor Reisen in diese Länder sollte der Impfstatus überprüft und vervollständigt werden, rät das CRM.

Auf Impfschutz achten

In Deutschland ist besonders zum Ferienende erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Kleinkinder sollten gegen Ende des ersten Lebensjahres geimpft werden und die zweite Dosis spätestens bis zum zweiten Geburtstag erhalten.

Bei bevorstehender Aufnahme in eine Gemeinschaftseinrichtung oder nach möglichem Kontakt zu einem Masernkranken rät die STIKO bereits ab einem Alter von neun Monaten zur Masernimpfung. Die zweite Dosis sollte dann um den ersten Geburtstag geimpft werden.

Alle nach 1970 Geborenen ohne Masernschutz sollten einmalig gegen Masern geimpft werden. Besonders bei Eltern, Geschwistern und anderen Bezugspersonen von Säuglingen ist auf Impfschutz zu achten. (eis)

Mehr zum Thema

Prävention

Sachsen lässt 13 Corona-Impfzentren offen

Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

© Pascoe Naturmedizin

Vitamin-C-Therapie

Die Chancen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie nutzen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Dr. Claudia Vollbracht

© [M] Privat; Christoph Burgstedt / Getty Images / iStock

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Appell zur adjuvanten Vitamin-C-Therapie bei Krebs

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pascoe Naturmedizin
Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

© designer491 / Getty Images / iStockphoto

Long-COVID

Mit Vitamin C gegen schwere Langzeitfolgen

Anzeige | Pascoe Naturmedizin
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden »Kostenlos registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Der BÄK-Vorstand hat via Abstimmung von den Delegierten den Auftrag erhalten gendersensiblere Bezeichnungen für die berufspolitischen Organisationen (Ärztekammern) und ihre Hauptversammlung (Ärztetag) zu schaffen.

© [M] Sprechblase: kebox / stock.adobe.com | Ärztetag: Rolf Schulten

Beschlossen

Ärztetag wird künftig konsequenter gendern

Das Genom des Affenpockenvirus ist siebenmal größer als SARS-CoV-2. Bei dem DNA-Virus sind weniger Veränderungen als bei einem mRNA-Virus zu erwarten.

© dottedyeti / stock.adobe.com

Rätselhafter Ausbruch

Affenpocken: Maßnahmen konzentrieren sich auf Risikogruppen

Kärtchen zücken: Zur ärztlichen Weiterbildung wurden auf dem 126. Deutschen Ärztetag in Bremen eine ganze Reihe von Beschlüssen gefasst.

© Rolf Schulten

Klimawandel in Curricula

Ärztetag fasst zahlreiche Beschlüsse zur Weiterbildung