Rückenschmerzen

Massagen und Akupressur in der Mittagspause

HAMBURG (ddp). In vielen Büros lösen mobile Massageteams die Verspannungen der Beschäftigten auf Bestellung.

Veröffentlicht:

Im Büroalltag sollte man Haltung bewahren. Wer täglich stundenlang gekrümmt vor dem Bildschirm klebt, riskiert ernsthafte Rückenleiden. Aber auch bei vorbildlicher Sitzposition bleibt man von Verspannungen nicht immer verschont. "Erleichterung können mobile Masseure verschaffen, die Verkrampfungen und Muskelschmerzen direkt im Büro behandeln", sagt Bruno Blum, Präsident des Verbands Physikalische Therapie in Hamburg.

Meist reiche eine Shiatsu-Therapie oder eine Akupressur aus, um Verspannungen im Nacken- oder Rückenbereich wirkungsvoll zu lösen. Der Arbeitnehmer könne währenddessen auf seinem Arbeitsplatz sitzen bleiben. Effektiver sei allerdings die klassische Massage auf einer Liege: "Vor allem größere Firmen stellen dem Masseur dafür häufig einen separaten Raum zur Verfügung", erläutert Blum. Gleich ob auf dem Bürostuhl oder der Liege - die Massage in der Mittagspause ist nach Angaben von Blum Arbeitnehmern wie Arbeitgebern zu empfehlen.

"Studien haben gezeigt, dass durch solche regelmäßigen Behandlungen am Arbeitsplatz die Häufigkeit von Haltungsschäden deutlich sinkt", erläutert der Masseur. Die Folge seien weniger Krankheitstage. Darüber hinaus nehme die Zufriedenheit unter den Mitarbeitern zu: Aggressionen, Angst und depressive Verstimmungen kommen Blum zufolge deutlich seltener vor.

Immer mehr Unternehmer in Deutschland engagieren mittlerweile mobile Massageteams, viele übernehmen sogar die Rechnungen für die Massagebehandlungen. In anderen Fällen bezahlen die Arbeitnehmer die Therapie selbst. Die Kosten lassen sich laut Blum beim Finanzamt absetzen. Zwei Sitzungen im Monat von jeweils 20 Minuten Länge reichten für eine wirksame Prävention von Langzeitschäden aus.

Mehr zum Thema

Diagnostik

Was kann noch hinter Rückenschmerzen stecken?

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Nachmittags: das schnelle Telegramm. Am Morgen: Ihr individuell zusammengestellter Themenmix.

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Schutz vor dem Coronavirus: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erhöht den Druck auf Ungeimpfte.

© Michele Tantussi/Reuters/Pool/dpa

Gesundheitsministerium

Ungeimpften drohen erhebliche Corona-Einschränkungen

Übergangen in der Prioliste? Medizinstudierende beklagen, dass sie oft von Kliniken nicht einmal die notwendige Bescheinigung des Arbeitgebers als Berechtigte einer der Corona-Impf-Priogruppen erhalten hätten.

© Jens Krick / Flashpic / picture

Arbeit ohne Impfschutz

Medizinstudierende fühlen sich bei Corona-Impfung abgehängt

Orale Kontrazeption: Reine Gestagen-Präparate gefährden Frauen mit einem kongenitalen Long-QT-Syndrom, wenn diese keine begleitende Betablockertherapie erhalten.

© Africa Studio / stock.adobe.com

Orale Kontrazeption

Frauen mit Long-QT: Vorsicht mit reinen Gestagen-Pillen!