Direkt zum Inhaltsbereich

Mastzellen schützen vor Schlangengift

Veröffentlicht:

WASHINGTON (mut). Mastzellen hatten bislang nicht gerade einen guten Ruf, wenn es um die Reaktion auf Schlangenbisse ging. Forscher vermuteten, daß diese Immunzellen die schädliche Wirkung eines Schlangenbisses verstärken, indem sie das Gift mit eigenen toxischen Stoffen attackieren.

Diese Stoffe, so die bisherige Vorstellung, könnten zu einem anaphylaktischen Schock führen. Nach neuen Daten wurden Mastzellen jedoch zu Unrecht verdächtigt, die Giftwirkung zu erhöhen: Tatsächlich setzen die Zellen Enzyme frei, die das Schlangengift abbauen und so das Leben des Opfers retten können.

Herausgefunden haben dies US-Forscher der Stanford-Universität in Palo Alto, in dem sie Mäusen das Gift der Erdviper Atractaspis engaddensis verabreichten. Die Mastzellen der Tiere schütteten daraufhin das Enzym Carboxylpeptidase A sowie andere Toxin-abbauende Proteasen aus.

Die Tiere überlebten Giftdosen bis zu 50 µg. Genmanipulierte Mäuse, die keine Mastzellen hatten, starben bereits bei einer Giftdosis von 5 µg - also bei einem Zehntel der normalerweise tödlichen Dosis. Ein ähnlich schützender Effekt der Mastzellen wird auch gegen Bienengift vermutet (Science 313, 2006, 526).

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

© LASZLO / stock.adobe.com

Neu diagnostiziertes Multiples Myelom

Langfristig überlegen: Kombinationen mit Daratumumab in der Erstlinie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, a Johnson & Johnson company, Neuss
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Signifikant höhere Erfolgsquote

Persistierendes Vorhofflimmern: Müssen die Leitlinien geändert werden?

Digitale Praxis

KI-Helfer für die Praxis entwickelt Hausarzt Rasche selbst

Lesetipps
Ein Patient öffnet den Mund, damit die Ärztin seinen Rachen untersuchen kann.

© Graphicroyalty / stock.adobe.com

Datenanalyse

Wieso sich der Blick in die Mundhöhle auch für Hausärzte lohnt

Ein Arzt untersucht eine junge Frau im Rahmen eines Gesundheits-Check-ups.

© Halfpoint / stock.adobe.com

Retrospektive Kohortenstudie

Gesundheits-Check-up: Was bringt die Prüfung auf Herz und Nieren?