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Medikamentöse Osteoporose-Therapie ist jetzt einfacher

NEU-ISENBURG (ikr). Die Frakturrate bei Osteoporose-Kranken läßt sich durch Medikamente senken, die entweder den Knochenabbau hemmen oder den Knochenaufbau fördern oder beides tun.

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Mittel der ersten Wahl sind nach den Leitlinien des Dachverbands Osteologie (DVO) aufgrund der guten Datenlage drei Substanzen, die den Knochenabbau hemmen: die beiden Bisphosphonate Alendronat (Fosamax®) und Risedronat (Actonel®) sowie der selektive Östrogen-Rezeptor-Modulator Raloxifen (Evista®, Optruma®), jeweils in Kombination mit Kalzium und Vitamin D.

Alle drei Substanzen halbieren etwa die Rate der Wirbelkörperfrakturen bei Frauen in der Postmenopause. Mit Alendronat und Risedronat ist außerdem die Rate der Hüftfrakturen reduziert. Die beiden Präparate stehen auch als Wochentablette zur Verfügung.

Alendronat ist nicht nur bei Frauen, sondern auch zur Behandlung von Männern mit Osteoporose zugelassen. Seit kurzem gibt es ein Kombipräparat mit Alendronat (70 mg) und Vitamin D (2800 IE) zur einmal wöchentlichen Einnahme (Fosavance®) für Frauen in der Postmenopause mit Osteoporose.

Risedronat ist für solche Frauen seit kurzem kombiniert mit Kalzium erhältlich, und zwar als Kombipackung, die eine Tablette mit 35 mg Risedronat für die einmal wöchentliche Einnahme am Tag 1 plus sechs Tabletten mit 500 mg Kalzium für die Tage 2 bis 7 enthält (Actonel® 35 mg plus Calcium).

Das Besondere an Raloxifen: Die Einnahme des Mittels ist unkompliziert, und es schützt nicht nur vor Frakturen, sondern möglicherweise auch vor Brustkrebs. Darauf weisen Daten aus einer Osteoporose-Studie hin.

Etidronat, Fluoride, Calcitonin, Östrogene und Alfacalcidol sind laut DVO-Leitlinien Alternativen, wenn Mittel der 1. Wahl nicht vertragen werden oder kontraindiziert sind.

Drei neue Medikamente zur Fraktur-Prophylaxe sind bisher noch nicht in den DVO-Leitlinien berücksichtigt:

  • Das anabol wirkende Parathormonfragment Teriparatid (Forsteo®). Mit täglichen subkutanen Injektionen des Mittels plus Ca /Vitamin D3 ist die Wirbelfrakturrate bei Frauen in der Postmenopause mit manifester Osteoporose signifikant reduziert. Der Frakturschutz hält nach Therapie mindestens 18 Monate an.
  • Strontiumranelat (Protelos®) ist zur einmal täglichen oralen Therapie bei Osteoporose in der Postmenopause erhältlich. Das Besondere an diesem Mittel: Es hemmt die Knochenresorption und regt die Neubildung an. Hiermit ist die Wirbel- und die Hüftfrakturrate nach drei Jahren signifikant geringer als mit Placebo.
  • Erst kürzlich die EU-Zulassung bekommen hat Ibandronat (Bonviva®) als Monatstablette. Die einmal monatliche Einnahme von 150 mg des Mittels ist bei Frauen in der Postmenopause mit Osteoporose effektiver als die einmal tägliche Anwendung von 2,5 mg, etwa was die Zunahme der LWS-Knochendichte betrifft.

Lesen Sie dazu auch: Nordic Walking macht fit bei Osteoporose Broschüre mit Trainings-Tips Infos zu Therapie und Prävention Sturz-Risiko ist rasch ermittelt Bei alten Patienten das Sturzrisiko klären!

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