Rheinland-Pfalz

Mehr Tuberkulose, weniger Influenza

Veröffentlicht:

MAINZ. Deutlich weniger Infektionen durch die saisonale Influenza, aber einen Anstieg von 20 Prozent bei den Infektionen mit Tuberkulose hat es im vergangenen Jahr in Rheinland-Pfalz gegeben. Das geht aus der Jahresbilanz des Landesuntersuchungsamtes (LUA) hervor, die jetzt veröffentlicht wurde.

Wieso im Vorjahr 27 Menschen mehr an Tuberkulose erkrankt sind als 2011 lässt sich nach Angaben des Amtes nicht erklären. Mit 175 Infektionen wurde aber fast die Zahl von 2010 erreicht. Damals hatten sich 177 Menschen in Rheinland-Pfalz mit Tuberkulose infiziert.

Auch für den erheblichen Rückgang bei der Influenza gibt es nach Angaben des LUA lediglich Erklärungsversuche.

So gäbe es die Vermutung, dass auf ein Jahr mit einer starken Grippewelle ein Jahr mit eher schwächerer Grippewelle folge - weil die Grundimmunisierung besser sei oder sich mehr Menschen nach einer starken Welle impfen ließen, so Achim Ginkel vom Landesuntersuchungsamt.

Für die Theorie, dass auf ein starkes ein schwaches Jahr folge, könnten die Zahlen der letzten drei Jahre sprechen. So registrierte das LUA 2011 insgesamt 2345 Influenza-Infektionen, ein Jahr später waren es lediglich 516.

In diesem Jahr wurden laut Ginkel dagegen schon über 3000 Erkrankungen in Rheinland-Pfalz gemeldet.

Zufrieden ist das LUA mit den Impfraten bei den Schulanfängern. So erfülle Rheinland-Pfalz mit einer Durchimpfungsrate von 97 Prozent für die erste Masernimpfung die Vorgaben der WHO zur Masernelimination.

Zudem seien zwei weitere WHO-Ziele auf Landesebene erreicht worden, heißt es in dem Bericht: 93 Prozent der Kinder sind zweimal gegen Masern und mindestens einmal gegen Röteln geimpft. Der Impfschutz sei zwar erfreulich, könne aber noch verbessert werden, so das LUA.

Mit Impfquoten zwischen 94 und 98 Prozent liegt das Land laut LUA bei Polio, Teatnus, Pertussis, Hepatitis B und Haemophilus influenza B über dem Bundesdurchschnitt. (chb)

Mehr zum Thema

Zum Welttuberkulosetag

Neue S3-Leitlinie: Mehr Struktur fürs Tuberkulose-Screening

Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

© Springer Medizin Verlag GmbH

Impfungen – ob Influenza oder Reisezeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Autopsiestudie

So häufig wird der Krebs erst nach dem Tod erkannt

Lesetipps
Schulterschmerzen? Im höheren Alter ist die Polymyalgia rheumatica nach der Rheumatoiden Arthritis die häufigste entzündlich-rheumatische Erkrankung. (Symbolbild mit Fotomodellen)

© peopleimages.com / stock.adobe.com

Praxistipps

Schulterschmerzen: Die vertrackte, ärztliche Spurensuche