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Mehr Umweltschutz - weniger Zoonosen

Von Ursula Gräfen Veröffentlicht:

58 Prozent der gut 1400 bekannten Krankheitserreger bei Menschen sind Zoonosen, sie stammen ursprünglich von Tieren. Bei den 177 neuartigen Erregern seien es schon 73 Prozent, sagt der Frankfurter Virologe und Sars-Experte Dr. Wolfgang Preiser in einem Interview mit dem Magazin der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Immer häufiger also springen Erreger von Tieren auf Menschen.

Das liegt sicher zum Teil an ökologischen Veränderungen. Je mehr etwa Regenwald gerodet wird, umso häufiger werden Kontakte zu Wildtieren. Diese Kontakte werden sich durch die Vogelgrippe wohl verstärken: Werden die Hühner von armen Familien gekeult, verlieren die Menschen ihre Lebensgrundlage.

Sie werden mehr als vorher in die Wälder gehen, um zu jagen - das Risiko von Zoonosen wird größer. Entwicklungshilfe und Umweltschutz sind deshalb auch Wege, Infektionsrisiken einzudämmen.

Lesen Sie auch: Experten erwarten Entspannung bei Vogelgrippe im Frühling Die Angst vor der Vogelgrippe klingt ab

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