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HIV-infizierte Frauen

Mehr erfolgreiche Behandlungen in Deutschland

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BERLIN. HIV-infizierte Frauen werden in Deutschland inzwischen besser behandelt als noch vor acht Jahren. Das hat eine Studie unter anderem der 3A-Arbeitsgruppe Ärztinnen + Aids der Deutschen Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter (dagnä) in Berlin ergeben.

Die Wissenschaftler haben die Daten von 781 HIV-positiven Frauen analysiert, die von Oktober 2014 bis November 2015 in Deutschland behandelt wurden, und mit Daten von 2008 verglichen. Die Ergebnisse haben die Autoren beim 6. Internationalen Workshop über HIV & Frauen in Boston/USA vorgestellt. Demnach erhielten 91 Prozent der Frauen der aktuellen Studie zufolge eine antiretrovirale Therapie (ART) im Vergleich zu 77 Prozent im Jahr 2008.

Die meisten Frauen (37 Prozent) bekamen ein auf einem nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitor (NNRTI) basierendes Therapieregime, 32 Prozent eine Therapie auf Basis eines geboosterten Proteaseinhibitors und 26 Prozent eine Behandlung mit einem Integraseinhibitor.

Die HIV-1-RNA lag bei 88 Prozent der Frauen mit ART bei <  50 Kopien/ml als Zeichen für die virologische Wirksamkeit, im Jahre 2008 war dies bei nur 48 Prozent der Fall. Die Forscher führen die inzwischen verbesserte Behandlung HIV-infizierter Frauen in Deutschland unter anderem auf eine verstärkte Aufmerksamkeit für die Thematik, spezielle Maßnahmen, Aktualisierungen von Therapie-Leitlinien und neue Behandlungsoptionen zurück. (ikr)

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