Nachbarländer besorgt

Mers-Ausbruch in Südkorea setzt sich fort

Die Atemwegserkrankung Mers breitet sich in Südkorea immer weiter aus: Inzwischen gibt es neun Tote. Insgesamt sind 108 Menschen mit dem Virus infiziert. Südkoreas Präsidentin hat eine US-Reise abgesagt, Touristen meiden das Land.

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SEOUL/PEKING. In Südkorea sind bis Mittwoch neun Menschen an Mers gestorben. Zudem meldete das Gesundheitsministerium am Mittwoch 13 Neuerkrankungen. Damit stieg die Zahl der Mers-Patienten seit dem ersten erfassten Fall im Land im Mai auf 108.

Wegen des Mers-Ausbruchs hat Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye einen geplanten Besuch in den USA verschoben. Der Besuch in den USA war für Sonntag bis Donnerstag nächster Woche geplant. Vorgesehen war auch ein Treffen mit Präsident Barack Obama.

WHO-Experten, die den Ausbruch in Südkorea untersuchen, haben der Regierung empfohlen, die über 2400 wegen Mers geschlossenen Schulen wieder zu öffnen.

Diese seien nicht mit der Übertragung des Mers-Virus in Verbindung gebracht worden, hieß es. Der Ausbruch sei bisher vielmehr auf Krankenhausinfektionen beschränkt gewesen.

China hat Angst vor Einschleppung

Unterdessen hat Chinas Gesundheitsministerium vor "deutlich gestiegenen Risiken" durch Mers in der Volksrepublik gewarnt. Ein Sprecher des Ministeriums in Peking warnte vor einer Einschleppung des Virus nach China.

Er rief eindringlich zur Wachsamkeit und Mitarbeit auf. Wer nach einer Reise aus Südkorea oder Saudi Arabien zurückkehre und erkranke, müsse Behandlung suchen und den Arzt darüber aufklären.

Der Gesundheitszustand des 44-jährigen Mers-Patienten aus Südkorea, der in der südchinesischen Stadt Huizhou behandelt wird, habe sich aber "stabilisiert".

Die Reisezahlen nach Südkorea von Touristen aus China und Hongkong sind massiv eingebrochen. Hongkong erließ erstmals eine Reisewarnung gegen Südkorea und verhängte Alarmstufe Rot.

Danach wird jeder Reisende aus Südkorea mit Erkältungssymptomen als Verdachtsfall eingestuft. Eine 22-Jährige wurde am Mittwoch auf die Isolierstation eines Krankenhauses in Hongkong gebracht, wie örtliche Medien berichteten.

Bis dahin waren 19 ähnliche Verdachtsfälle isoliert worden. (dpa)

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