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Metformin für Schwangere offenbar okay

AUCKLAND (eb). Lässt sich bei Gestationsdiabetes mit gesunder Kost und Bewegung der Blutzucker nicht ausreichend senken, müssen sich Schwangere Insulin spritzen. Orale Antidiabetika sind dagegen kontraindiziert - bisher gibt es damit zu wenige Daten bei Schwangeren. In einer aktuellen Studie traten allerdings perinatale Komplikationen mit Metformin ähnlich selten auf wie mit einer Insulintherapie.

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Bei Gestationsdiabetes wird bislang auf Insulin gesetzt.

Bei Gestationsdiabetes wird bislang auf Insulin gesetzt.

© Foto: Michael Kempfww.fotolia.de

An der Studie in zehn Kliniken in Australien und Neuseeland nahmen 751 Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren mit Gestationsdiabetes teil (NEJM 358, 2008, 2003). Je etwa die Hälfte von ihnen erhielten Metformin oder Insulin. Knapp jede zweite Frau der Metformin-Gruppe brauchte allerdings zusätzlich Insulin.

Ergebnis: Der Anteil der perinatalen Komplikationen lag in beiden Gruppen bei 32 Prozent, wie Forscher um Dr. Janet A. Rowan vom Auckland City Hospital berichten. Zu den Komplikationen gehörten Hypoglykämien, Atemwegsprobleme und Frühgeburt. Knapp jedes fünfte Kind musste auf der Intensivstation behandelt werden. Einen signifikanten Unterschied bei der Anzahl der Komplikationen zwischen den beiden Gruppen gab es nicht. Auch bei den Schwangeren, die außer Metformin zusätzlich Insulin bekamen, war die Komplikationsrate nicht weiter erhöht.

Die Zahl an Säuglingen mit Hypoglykämie war in der MetforminGruppe geringer, die Rate spontaner Frühgeburten vor der 37. Woche jedoch mit 7 Prozent in der Metformingruppe im Vergleich zu 4 Prozent in der Insulin-Gruppe erhöht.

Die Teilnehmerinnen nahmen die Behandlung mit Metformin deutlich besser an, als Insulin zu spritzen. 76 Prozent aus der Metformin-Gruppe würden ihre Behandlung bei einer weiteren Schwangerschaft erneut wählen, 80 Prozent bevorzugen die Behandlung mit Tabletten. Zum Vergleich: Aus der Insulin-Gruppe würden nur 30 Prozent ihre Behandlung erneut wählen, 54 Prozent wünschten sich bei einer weitern Schwangerschaft Metformin.

Fazit der Forscher: Die Rate perinataler Komplikationen durch Metformin ist im Vergleich zu Insulin nicht erhöht. Die Therapie mit Metformin unter Ergänzung durch Insulin sei bei Gestationsdiabetes eine sichere und effektive Behandlung mit guter Compliance. Studien zur Langzeitwirkung der Therapie bei den Müttern und Kindern müssten allerdings noch folgen.

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