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Methotrexat plus TNFa-Blocker fördert Remission bei Rheuma

AMSTERDAM (hub). Patienten mit Rheumatoider Arthritis, die nach drei Jahren Methotrexat-Therapie noch nicht in Remission sind, können dieses Ziel mit Hilfe eines Blockers des Tumor-Nekrose-Faktors alpha (TNFa) doch noch erreichen. Das hat die Vierjahresauswertung der TEMPO-Studie ergeben.

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Die Daten der TEMPO-(Trial of Etanercept and Methotrexat with Radiographic Patient Outcomes) hat Professor Jörn Kekow von der Uni Magdeburg bei einer Veranstaltung von Wyeth Pharma beim europäischen Rheumatologen-Kongreß EULAR in Amsterdam vorgestellt. In die Studie waren etwa 700 Patienten mit Rheumatoider Arthritis einbezogen und einem von drei Studienarmen zugeteilt worden.

Ein Drittel erhielt das Basistherapeutikum Methotrexat (MTX), ein Drittel den TNFa-Blocker Etanercept (Enbrel®) und ein weiteres Drittel eine Kombination der beiden Wirkstoffe. Der mittlere DAS 44-Wert (Disease Activity Score) lag zu Beginn bei etwa 5,5. Der DAS 44 integriert die klinische Beurteilung von 44 Gelenken an Hand und Fuß, Laborparameter und das subjektive Befinden des Patienten. Der DAS 44 kann einen Wert von null bis neun haben.

Nach drei Jahren Therapie waren 39 Prozent der Patienten im Kombi-Arm in Remission, mit MTX 18 und mit Etanercept 27 Prozent, erinnerte Kekow. Von Remission wird bei einem DAS 44-Wert unter 1,6 gesprochen. Nach den drei Jahren Therapie erhielten alle Patienten die Kombination aus MTX und TNFa-Blocker.

Nach einem weiteren Jahr waren 42 Prozent der Patienten, die zuvor nur MTX erhielten, in Remission und 38 Prozent derjenigen, die zuvor nur den TNF-Blocker bekommen hatten. In der Kombi-Gruppe stieg der Anteil auf 50 Prozent. "Die Verträglichkeit der Kombitherapie war auch im vierten Jahr weiterhin gut", so Kekow.

Daten zur Röntgenprogression nach vier Jahren liegen noch nicht vor. Kekow erwartet hier jedoch ähnlich gute Ergebnisse, wie nach drei Therapiejahren. Da hatten 76 Prozent der Patienten im Kombi-Arm im Röntgenbild keine Zeichen einer Progression, aber nur 50 Prozent mit MTX- und 61 Prozent mit TNFa-Monotherapie.

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