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Mit MRT belegt: Autogenes Training wirkt

BERLIN (gvg). Was passiert eigentlich genau beim autogenen Training? Radiologen der Universität Essen haben auf diese Frage interessante Antworten gefunden - mit Hilfe der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT).

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Wer autogenes Training (AT) macht, versucht sich mit verschiedenen autosuggestiven Übungen zu entspannen. Man stellt sich etwa vor, daß eine Extremität warm oder schwer wird und kann darüber im Extremfall in eine Art meditativen Zustand fallen.

An der Klinik von Professor Michael Forsting in Essen wurden jetzt zwölf Probanden, die regelmäßig autogenes Training machen, während der Übungen mit fMRT untersucht. Als Vergleichsgruppe dienten zwölf Probanden ohne entsprechende Erfahrung, die sich dieselben Dinge vorzustellen hatten.

Das spannende Ergebnis: Bei jenen Probanden mit AT-Erfahrung zeigten sich in genau jenen Regionen des Kortex eine Hirnaktivität, in denen sie zu erwarten wäre, wenn es sich um reale Stimulationen gehandelt hätte. Die Vorstellung eines warmen Arms etwa aktivierte jenes Areal des sensorischen Kortex, in dem der entsprechende Arm repräsentiert ist. Die Vorstellung von Schwere dagegen aktivierte die entsprechenden motorischen Areale der Hirnrinde.

"Bei den Kontrollpersonen war diese klare Zuordnung nicht zu beobachten", so Forsting auf einer Veranstaltung beim 87. Deutschen Röntgenkongreß in Berlin. Was die Forscher aber sahen, war eine starke Aktivität des Sprachzentrums, die sich in der AT-Gruppe nicht nachweisen ließ.

"Es sieht so aus, als ob sich Menschen ohne Erfahrung mit autogenem Training selbst Kommandos geben, um den gewünschten Effekt zu erreichen", interpretiert Forsting diesen Befund. Wer das AT-Prinzip dagegen wirklich verinnerlicht habe, mache die ganze Sache eher mit Gefühl.

Die MRT-Bilder der Trainer der zwölf AT-Probanden sahen ähnlich aus wie in der Kontrollgruppe. "Der Trainer von Franziska von Almsick ist ja auch nicht so schnell wie die Schwimmerin", so Forsting.

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