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Mit Nadeln gegen Bluthochdruck

ERLANGEN (ob). Durch Akupunktur nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) lässt sich bei Patienten mit unkomplizierter Hypertonie der Blutdruck deutlich senken. Allerdings ist der Erfolg dieser sehr zeitaufwändigen Behandlungsstrategie nur von begrenzter Dauer.

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In der aktuell publizierten Studie eines deutschen Forscherteams sank der Blutdruck der mit TCM-Akupunktur behandelten Patienten im Schnitt um 5,4 mmHg systolisch und 3 mmHg diastolisch (Circulation 2007; online).

In der Vergleichsgruppe mit Schein-Akupunktur, bei der die Nadeln außerhalb der traditionellen Akupunktur-Punkte gesetzt wurden, blieb der erhöhte Blutdruck dagegen nahezu unverändert. Objektiviert wurde die antihypertensive Wirkung der Akupunktur am Ende eines sechswöchigen Behandlungszyklus per ambulanter 24-Stunden-Blutdruckmessung. Bei erneuten Messungen nach drei und sechs Monaten hatte der Blutdruck allerdings wieder sein Ausgangsniveau erreicht.

Initiiert worden ist die Studie von einer Arbeitsgruppe um Professor Frank Flachskamp aus Erlangen in Kooperation mit chinesischen Experten, die auch für die Akupunktur zuständig waren. Insgesamt 160 Hypertoniker mit leicht bis moderat erhöhten Blutdruckwerten haben daran teilgenommen. In 22 jeweils halbstündigen Sitzungen ist bei ihnen im Zeitraum von sechs Wochen entweder eine TCM- oder Schein-Akupunktur vorgenommen worden. Angesichts dieses hohen Aufwands dürften sich wohl nur Hypertoniker mit besonderer Affinität zur chinesischen Medizin oder Aversion gegen jegliche Medikamenteneinnahme von dieser Methode angesprochen fühlen.

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