Haut-Krankheiten

Mit Vitaminen und Hirse zu neuer Haarpracht

Nahrungsergänzungsmittel gegen Haarausfall werden zwar kontrovers diskutiert. Unter Umständen bessern sie aber zumindest das Haarbild.

Veröffentlicht: 08.03.2012, 14:14 Uhr
Mit Vitaminen und Hirse zu neuer Haarpracht

Fehlt Eisen, kann das auf Kosten der Haare gehen.

© blacksock / fotolia.com

NEU-ISENBURG (run). Für einen diffusen Haarausfall, für den sich keine konkrete Ursache nachweisen lässt, kommen als Auslöser auch Stress und Fehlernährung infrage.

Hier ist ebenso wie bei saisonalem Haarausfall zu überlegen, ob durch eine Nährstoffintervention Abhilfe möglich ist.

Untersuchungen bei Frauen legen etwa einen Zusammenhang zwischen geringen Eisen- und Serum-Ferritin-Werten und diffusem Haarausfall nahe, so dass bei nachgewiesenem Mangel eine Substitutionstherapie über drei Monate erwogen werden sollte.

Weniger gut untersucht ist der Erfolg anderer Wirkstoffe, die das Haar nähren und das Nachwachsen stimulieren sollen.

In zwei Studien untersucht

In einer Studie am Universitätsspital Zürich wurde mit der Kombination aus B-Vitaminen, Proteinen, schwefelhaltigen Aminosäuren und Hefe bei Frauen mit vermehrtem Haarausfall zumindest eine deutliche Zunahme der Anagenhaar-Rate erreicht.

Eine andere Studie an der Hautklinik Karlsruhe erreichte bei Patientinnen mit androgenetischer Alopezie mit einer Kombination aus Hirseextrakt, L-Cystein und Pantothensäure ebenfalls einen klaren Anstieg der Anzahl von Haaren in der Wachstumsphase. Außerdem wuchs das Haar unter der Therapie dicker und dichter nach. (W. Gehring,, Zeitschr Hautkrankheiten, Band 75, Heft 7/8, 2000)

Wichtig im Haarzyklus und zur Bildung neuer Haarzellen sind zudem das Spurenelement Zink sowie Biotin (5 mg/d). Inwieweit damit diffuser Haarausfall und nicht nur die Struktur gebessert werden kann, wird kontrovers diskutiert.

Auch in der S3-Leitlinie androgenetische Alopezie merken die Autoren an, dass es Hinweise auf eine gewisse Effektivität bei Proanthocyanidinen, Sägepalmenextrakten, Hirse, Aminosäuren und Vitaminen wie Biotin/Niacin, gebe. Für eine Empfehlung durch die Leitlinie reichte dies aber nicht aus.

Lesen Sie dazu auch: (K)eine haarige Angelegenheit

Mehr zum Thema
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Klinikärzte stoßen an ihre Grenzen

MB-Umfrage

Klinikärzte stoßen an ihre Grenzen

Mit Gliflozinen Gicht vermeiden

Diabetes-Therapie

Mit Gliflozinen Gicht vermeiden

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden