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Mit neuen Vakzinen wollen Forscher eine mögliche Influenza-Pandemie stoppen

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Das Vogelgrippe-Virus H5N1 kann Menschen nur schwer infizieren. Obwohl sich das Virus inzwischen über fast ganz Asien bis nach Europa und Afrika ausgebreitet hat, sind bislang nur knapp 180 Erkrankungen bei Menschen registriert worden. Allerdings: Gelingt den Viren eine Infektion, sind sie für Menschen hochpathogen. So sind 100 Patienten an der Erkrankung gestorben.

In Deutschland sind derzeit nur Menschen gefährdet, die in Vogelgrippe-Gebieten tote Vögel einsammeln. Sollte das Virus auf Geflügelbestände überspringen, könnten sich auch Geflügelbauern infizieren.

Haben Personen nach Kontakt mit erkrankten Vögeln oder deren Exkrementen typische Influenza-Symptome wie hohes Fieber und Atemwegsbeschwerden, dann besteht durchaus der Verdacht auf eine H5N1-Infektion. Im Gegensatz zu Patienten mit Human-Influenza haben Patienten mit H5N1 auch häufig schweren Durchfall, und es kommt meist schnell zu einer lebensbedrohlichen Pneumonie.

Bei Vogelgrippe-Verdacht - Neuraminidase-Hemmer

Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät bei Vogelgrippe-Verdacht zu einer Therapie mit Neuraminidase-Hemmern. Bei einer leichten Erkrankung empfiehlt sie die bei Human-Influenza übliche Dosis über fünf Tage, bei einer schweren Erkrankung rät sie zur doppelten Dosis über sieben bis zehn Tage.

Man geht davon aus, daß die Medikamente den Krankheitsverlauf mildern und die Überlebenschancen erhöhen. In Laborversuchen reagierte H5N1 empfindlich auf die Neuraminidase-Hemmer Oseltamivir (Tamiflu®) und Zanamivir (Relenza®). Noch gibt es aber nur wenige klinische Daten zur Wirksamkeit bei H5N1.

Sollte sich das Virus an Menschen anpassen und eine Pandemie auslösen, bietet nur ein Impfstoff guten Schutz. Eine Vakzine kann jedoch erst produziert werden, wenn der Pandemie-Stamm bekannt ist. Die Impfstoffproduktion würde dann drei bis sechs Monate dauern.

Forscher arbeiten derzeit an einer Vakzine gegen das Influenza-M2-Protein. Das Eiweiß ist bei allen Influenza-Viren sehr ähnlich. Eine M2-Vakzine könnte daher auch gegen noch unbekannte Influenza-Pandemie-Viren schützen. (mut)

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