Direkt zum Inhaltsbereich

Studie

Moderater Alkoholkonsum hat kaum positive Wirkung

Veröffentlicht:

LONDON. Alkohol in Maßen soll gesund sein - dieses Ergebnis zahlreicher Studien haben britische Forscher in einer neuen Analyse entkräftet.

Demnach führten statistische Unsauberkeiten in früheren Erhebungen dazu, dass moderatem Alkoholkonsum eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt wird, wie die Wissenschaftler um Craig Knott vom University College London berichten.

Keine der analysierten Studien könne belegen, dass es der Alkohol sei, der sich positiv auf die Gesundheit moderater Trinker auswirke - und nicht etwa eine gesunde Ernährung.

Zudem seien ehemalige Vieltrinker, die nun gar keinen Alkohol mehr konsumieren, den Gruppen der Nicht-Trinker zugeordnet worden, ohne dabei mögliche Langzeitschäden ihres Trinkens zu berücksichtigen.

Daher können sie als kranke Nicht-Trinker in den Studien erscheinen. Die Forscher präsentieren ihre Analyse im "British Medical Journal". (dpa)

Mehr zum Thema

Medizin aus dem Kochtopf

Wie Ernährung die altersbedingte Makuladegeneration beeinflusst

Malnutrition

Damit Sie Mangelernährung nicht übersehen: Darauf kommt es an!

Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 11.02.201515:27 Uhr

"Moderater Alkoholkonsum" wurde gar nicht in allen Altersklassen untersucht

Es ist die Publikation von Craig S. Knott mit dem Titel: "Research - All cause mortality and the case for age specific alcohol consumption guidelines: pooled analyses of up to 10 population based cohorts" BMJ 2015; 350 doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.h384 (Published 10 February 2015) Cite this as: BMJ 2015;350:h384

Trotz der Zielsetzung, den ...Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Mortalität in verschiedenen Altersgruppen zu erforschen ["Objectives - To examine the suitability of age specific limits for alcohol consumption and to explore the association between alcohol consumption and mortality in different age groups"], wurde im Studiendesign deutlich, dass es nur um Altersgruppen von 50-64 und ab 65 Jahren bei einem retrospektiven ''Health Survey for England'' ging ["Design - Population based data from Health Survey for England 1998-2008, linked to national mortality registration data and pooled for analysis using proportional hazards regression. Analyses were stratified by sex and age group (50-64 and =65 years)"].

Bei den Schlussfolgerungen ["Conclusions"] ging es dann auch eher um eine unangemessene Auswahl der Referenz-Gruppe und um ungenaue Berücksichtigung möglicher Störfaktoren ["may in part be attributable to inappropriate selection of a referent group and weak adjustment for confounders"], als um die im Titel angedeuteten Erkenntnisfortschritte.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Sonderberichte zum Thema

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Multimodaler Ansatz zur Regeneration der Darmbarriere

© Steffen Kögler / stock.adobe.com

Reizdarmsyndrom und Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Multimodaler Ansatz zur Regeneration der Darmbarriere

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, Iserlohn
Abb. 1: Delphi-Expertenkonsens: Übereinstimmung für die Bedeutung einer Supplementierung

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [1]

Delphi-Expertenkonsens

Update: wichtige Mikronährstoffe für Schwangerschaft und Stillzeit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: P&G Health Germany GmbH, Schwalbach am Taunus
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ältere Frau versucht, sich mit einem Fan abzukühlen.

© solidcolours/Getty Images/iStock

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten