Monats-Pille gegen postmenopausale Osteoporose

BASEL (djb). Eine verbesserte Compliance bei Patientinnen mit Osteoporose nach der Menopause erhoffen sich Experten von der Ibandronat-Monatstablette, die vermutlich im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen wird. Die europäische Zulassung hierfür wurde bereits beantragt.

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Patienten bleiben einer medikamentösen Therapie nur dann treu, wenn sie durch Einnahmemodalitäten und unerwünschte Wirkungen nicht wesentlich beeinträchtigt werden. Wichtig für die Compliance ist vor allem die Häufigkeit der Applikation, hat Privatdozent Dr. Peymann Hadji vom Klinikum der Philipps-Universität in Marburg gesagt.

Bei der herkömmlichen einmal täglichen oralen Bisphosphonat-Therapie liegt die Compliance nach einem Jahr nur noch zwischen 30 und 45 Prozent, hat Hadji bei einer Veranstaltung von Hoffmann-La Roche und GlaxoSmithKline in Basel gesagt. Studien hätten ergeben, daß Osteoporose-Patientinnen größere Dosisintervalle bevorzugen.

Bei einer wöchentlichen oralen Bisphosphonat-Therapie etwa steigt die Compliance auf über 51 Prozent, wie eine Verschreibungsdatenbank-Analyse gezeigt hat. Von der nur einmal monatlichen Einnahme von Ibandronat sei eine weitere Steigerung der Einnahmetreue zu erwarten, so Hadji.

Vor allem deshalb, weil die Patienten sich nur noch einmal im Monat den strengen Einnahmevorschriften der Bisphosphonat-Therapie unterwerfen müssen. Orale Bisphosphonate werden morgens nüchtern mit Leitungswasser eingenommen. Danach sollen die Patienten 30 bis 60 Minuten in aufrechter Körperhaltung verharren und etwa eine Stunde lang nichts essen.

Eine gute Compliance steigert maßgeblich den Erfolg einer Osteoporose-Therapie. Es kommt zu einem deutlichen Knochendichtezuwachs an der Wirbelsäule und am Schenkelhals und zu einer signifikanten Reduktion der Frakturinzidenz.

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