PraxisRegister Schmerz

Morbus Fabry mittels Algorithmus aufspüren

Ein Algorithmus kann dabei helfen, aufzuzeigen, wann eine spezifische Testung auf Morbus Fabry sinnvoll ist.

Veröffentlicht:

Berlin. Ein neu entwickelter Algorithmus zur Analyse von Daten aus dem PraxisRegister Schmerz kann offenbar dazu beitragen, seltene Erkrankungen, wie zum Beispiel Morbus Fabry, zu erkennen.

Neue Daten dazu präsentierte PD Dr. Michael A. Überall, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Schmerzmedizin (DGS), beim Deutschen Schmerz- und Palliativtag 2020, der in diesem Jahr aufgrund der COVID-19-Pandemie virtuell stattgefunden hat. Der Algorithmus durchsuche die Registerdaten nach erkrankungsspezifischen Mustern für Morbus Fabry. Von den inzwischen 283.783 im PraxisRegister Schmerz erfassten Fällen hätten dabei 2684 eine auffällige Konstellation Fabry-typischer Symptome.

Eine frühe Diagnostik dieser schweren, seltenen Erkrankung kann dazu beitragen, Folgeschäden wie progrediente Niereninsuffizienz, eine Myokardhypertrophie oder Polyneuropathie zu verhindern. (eb)

Das PraxisRegister Schmerz ermöglicht es Ärzten über das Online-Tool iDocLive® beziehungsweise Patienten über die Plattform mein-schmerz.de Routinedaten in der Diagnostik und im Verlauf von Schmerzerkrankungen zu erfassen. Die Nutzung von iDocLive® ist für DGS-Mitglieder kostenlos. Bundesweit beteiligen sich bereits 208 Schmerzzentren an dem Register.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dgschmerzmedizin.de

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