Direkt zum Inhaltsbereich

NSAR erhöhen Blutdruck stärker als Celecoxib

NEW YORK (ob). Klassische nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen scheinen den Blutdruck in stärkerem Maße zu erhöhen als der COX-2-Hemmer Celecoxib. Zu diesem Ergebnis kommen US-Forscher nach einer umfangreichen Analyse von Studiendaten.

Veröffentlicht:

Basis ihrer Metaanalyse bildeten 41 klinische Studien, an denen insgesamt 44  308 Patienten mit Arthrose, Rückenschmerzen oder auch Alzheimer-Erkrankung beteiligt waren. Celecoxib (Celebrex®) ist in diesen Studien sowohl mit NSAR wie Diclofenac, Ibuprofen oder Naproxen als auch mit Placebo verglichen worden.

Im März hat Dr. William White aus Farmington bereits Ergebnisse dieser Metaanalyse bei einem Herzkongreß in Atlanta präsentiert. Danach gab es bei der Inzidenz kardiovaskulärer Ereignisse keinen Unterschied zwischen Celecoxib und NSAR.

Beim Kongreß der amerikanischen Hypertonie-Gesellschaft (ASH) in New York hat White jetzt neue Daten zum Blutdruckeffekt dieser Therapien vorgestellt. In Studien mit Celecoxib/Placebo-Vergleich entwickelten mit dem COX-2-Hemmer behandelte Patienten häufiger eine Hypertonie oder eine Blutdruckverschlechterung bei vorbestehendem Hypertonus (1,1 versus 0,7 Prozent). Auch Ödeme traten häufiger auf als in der Placebo-Gruppe (2,0 versus 0,9 Prozent).

In Studien, in denen Celecoxib mit NSAR verglichen worden war, schnitt der COX-2-Hemmer dagegen signifikant besser ab. Die Rate der Patienten, bei denen eine Hypertonie auftrat oder sich ein Bluthochdruck verstärkte, betrug 1,5 Prozent in der Celecoxib-Gruppe und 2,0 Prozent in der NSAR-Gruppe. Auch Ödeme wurden mit Celecoxib seltener beobachtet (2,4 versus 3,0 Prozent).

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Anpfiff fürs Herzrasen

Gefährlich emotional: Wenn Fußball aufs Herz geht

Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Diagnostik bei Harnsteinen: Prozedere bei Hochrisiko-Gruppe

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5, 11]

Hoher Medical Need

Urolithiasis: Metaphylaxe kann hohe Rezidivrate deutlich senken

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Aristo Pharma GmbH, Berlin
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

© Pinit / stock.adobe.com / generiert mit KI

Pädiatrische cholestatische Lebererkrankungen

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Transition Betroffener in die Erwachsenenmedizin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mirum Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Studien CLIMB THAL-111 und -131: Veränderung des Gesamt-Hb-Werts und des HbF-Werts nach Exa-cel-Infusion bei TDT-Patientinnen und -Patienten (Quelle: Locatelli F et al., European Society for Blood and Marrow Transplantation (EBMT) 2026, Madrid, Spanien, Abstract GS2-5)

© Springer Medizin Verlag

Neue Perspektiven bei Hämoglobinopathien

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Entzündung

Endokarditis-Prophylaxe: Worauf achten und bei wem?

Orthese selten nötig

Das ist bei Sprunggelenksverletzungen zu beachten

Lesetipps
Im Versorgungsalltag sollten nur zertifizierte und getestete KI-Tools verwendet werden.

© Suriyo / stock.adobe.com

Künstliche Intelligenz

Ihre Schritte für den sicheren KI-Einsatz im Praxisalltag

Eine Frau sitzt auf dem Bett und hält sich eine Wärmflasche auf den Bauch.

© Halfpoint / stock.adobe.com

Schmerzen verhindern

Das sind die aktuellen medikamentösen Ansätze bei Endometriose