Suchtkrankheiten

Naltrexon wirkt auch gegen Spielsucht

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MINNEAPOLIS (mut). Bei Drogensucht und Glücksspielsucht sind offenbar ähnliche Prozesse im Gehirn beteiligt, behaupten inzwischen immer mehr Suchtforscher. Einen Hinweis darauf gibt jetzt auch eine Studie mit dem Opiat-Entzugsmedikament Naltrexon: Die Substanz unterstützt auch die Entwöhnung bei Spielsucht, berichten US-Forscher aus Minneapolis (J Clin Psychiatry 69, 2008, 783). In einer 18 Wochen dauernden Studie hatten sie 77 Spielsüchtige mit Dosen zwischen täglich 50 und 150 mg Naltrexon oder mit Placebo behandelt. Mit dem Medikament gelang es etwa 40 Prozent der Teilnehmer, mindestens einen Monat lang nicht mehr zu spielen, mit Placebo lag dieser Anteil nur bei 10,5 Prozent. Der Unterschied war signifikant. Ob die Teilnehmer 50 oder 150 mg Naltrexon nahmen, hatte dagegen keinen signifikanten Einfluss.

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