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Max-Delbrück-Centrum

Neue Arznei gegen gestörte Blutgerinnung

Nach zehn Jahren gibt es jetzt eine neue Option zur Behandlung der von-Willebrand-Krankheit.

Veröffentlicht:

BERLIN. Die US-Arzneibehörde FDA hat kürzlich "VONVENDI von Baxalta Incorporated zugelassen.

Das Präparat bietet Patienten mit von-Willebrand-Krankheit erstmals seit über 10 Jahren eine neue therapeutische Option, berichtet das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch (MDC) in einer Mitteilung.

Das neue Präparat berührt ein Stoffpatent des MDC, das auf Arbeiten von Professor Michael Bader und Dr. Diego Walter zurückgeht.

Bereits vor einigen Jahren hatte die Ascenion GmbH, Technologietransferpartner des MDC, einen Lizenzvertrag zwischen dem MDC und Baxter verhandelt, mit dem das Unternehmen die exklusiven Rechte erhielt, den Faktor zur Therapie von Blutgerinnungsstörungen zu nutzen.

Im Gegenzug wurden Meilensteinzahlungen und Lizenzgebühren für das MDC vereinbart. Über die Lizenzierung des Stoffpatentes hinaus war das MDC nicht in die Entwicklung des Medikamentes eingebunden.

"Nach Zulassung von Amgens Krebsmedikament Blincyto ist dies das zweite Produkt auf Basis von MDC-Patenten, das im Laufe weniger Monate den Markt erreicht", so Dr. Christian Stein, Geschäftsführer von Ascenion.

"Das ist ein großer Erfolg für Patienten weltweit - und für den Technologietransfer."

Die von-Willebrand-Krankheit ist die häufigste erbliche Blutgerinnungsstörung. Genetische Veränderungen führen dazu, dass der für die Blutgerinnung wichtige von-Willebrand-Faktor in veränderter Form, in geringerem Maße oder gar nicht produziert wird.

Die Folge ist eine erhöhte Blutungsneigung, die je nach Ausprägung bis zu massiven Blutungen reichen kann. Sie betrifft rund einen von hundert Menschen weltweit, wobei nur einer von einer Million an einer besonders schweren Form der Erkrankung leidet. (eb)

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