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Neue Daten zu Passivrauchen und Infarkten

COVENTRY (Rö). Passivrauchen hat in einer neuen US-Studie das Herzinfarkt-Risiko nicht-signifikant erhöht. Als Ursache werden Antirauchmaßnahmen diskutiert.

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Das überraschende Ergebnis - kein erhöhtes Infarktrisiko durch Passivrauchen - kommt nach Ansicht des Studienleiters Dr. Saverio Stranges aus Coventry dadurch zustande, daß Passivrauchen durch Antirauchmaßnahmen stark abgenommen hat. Die Bedeutung von Passivrauchen als Risikofaktor werde damit geringer ("Archives of Internal Medicine" 166, 2006, 1961).

In der Studie hatten von 1541 Nichtrauchern aus New York City 284 einen Herzinfarkt gehabt, 1257 hatten keinen Infarkt gehabt. Die Teilnehmer berichteten auch, ob sie seit ihrer Jugend Rauch Anderer einatmen mußten, etwa bei der Arbeit. Daraus schätzten die Forscher die Menge lebenslang eingeatmeten Rauchs ab. Zwar wurde errechnet, daß Passivraucher ein um 20 Prozent erhöhtes Infarkt-Risiko hatten. Doch dieser Trend war wegen der wenigen Studienteilnehmer ohne statistische Relevanz.

Deutsche Kardiologen, die ein öffentliches Rauchverbot fordern, verweisen auf die positiven Effekte: In Italien war nach fünf Monaten die Zahl der Infarkte um elf Prozent zurückgegangen.

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