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Neue Daten zur Erbkrankheit Hypertonie

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BALTIMORE (ars). Haben Ihr Vater oder Ihre Mutter Bluthochdruck? Diese Frage nach der Familiengeschichte lohnt sich, will man das Hypertonie-Risiko eines Patienten abschätzen. Zahlen, wie eng der Zusammenhang ist, zumindest für Männer, liefert eine Studie mit der langen Beobachtungszeit von 54 Jahren.

Wenn die Mutter einen Bluthochdruck hat, ist das Risiko für die Söhne um das 1,5-fache größer als bei Männern, bei deren Eltern die Werte normal sind. Hat der Vater eine Hypertonie, ist das Hypertonie-Risiko der Söhne um das 1,8-fache erhöht. Sind beide Eltern daran erkrankt, steigt die Wahrscheinlichkeit um den Faktor 2,4.

Dabei haben die Wissenschaftler um Dr. Nae-Yuh Wang aus Baltimore bei ihrer Analyse den Einfluss von Rauchen, Sport, Alkohol- und Kaffeekonsum herausgerechnet (Arch Intern Med 168, 2008, 643).

Auch das Alter, in dem die Eltern erkrankten, erwies sich als relevant: Trat die Hypertonie bei beiden Eltern schon vor dem 55. Lebensjahr auf, war das Risiko der Söhne, im Lauf des Lebens ebenfalls zu erkranken, um das 6,2-fache erhöht. Waren die Eltern bei Krankheitsbeginn jünger als 35 Jahre, stieg das Risiko der Söhne sogar um das 20-fache.

In den Industrieländern hat etwa ein Viertel der Erwachsenen Bluthochdruck. Nach Angaben der Forscher wird der erbliche Anteil daran auf 35 bis 65 Prozent geschätzt.

Von Anfang an waren bei Teilnehmern mit Hypertonie in der Familie sowohl systolischer als auch diastolischer Blutdruck erhöht. So hatten sie im Alter von 35 Jahren einen um 1,9 mmHg höheren systolischen Blutdruck als die Vergleichsgruppe, wenn die Mutter Bluthochdruck hatte. Um 1,6 mmHg war der Wert erhöht, wenn der Vater Hypertonie hatte, um 3,2 mm Hg, wenn beide Eltern erkrankt waren. Die Unterschiede bestanden bis in die neunte Lebensdekade fort.

Das Besondere an der Studie ist die Beobachtungszeit: Über 54 Jahre hatten 1160 männliche Medizinstudenten Fragebögen ausgefüllt und Blutdruck gemessen.

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