Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Neue Hoffnung auf Zelltherapie

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Um die Zelltherapie für Herzinfarktpatienten ist es in den vergangenen Jahren etwas ruhiger geworden - das liegt wohl vor allem an den recht widersprüchlichen Ergebnissen der bisherigen Studien. Zwar scheinen nun auch die Zweijahresdaten der REPAIR-AMI-Studie für einen Nutzen der Therapie zu sprechen, doch gab es auch andere Studien mit ähnlichem Design, in denen das nicht der Fall war.

So hatten norwegische Forscher in einer kleineren Studie mit 100 Patienten keinerlei Verbesserung der kardialen Pumpfunktion beobachtet. In der ebenfalls kleinen BOOST-Studie verbesserte sich die Pumpfunktion nach der Zelltherapie zwar stärker als in der Kontrollgruppe, die Unterschiede waren nach 18 Monaten aber nicht mehr signifikant. Und eine Meta-Analyse von 13 Studien aus dem vergangenen Jahr kam zu dem Schluss, dass Zelltherapien die linksventrikuläre Auswurffraktion zwar signifikant aber nur geringfügig verbessern.

In einem Punkt unterscheidet sich allerdings die neue Analyse von REPAIR-AMI: Erstmals wurde in einer großen Studie ein signifikanter Unterschied bei der Reinfarktrate beobachtet. Das lässt hoffen, dass die Zelltherapie tatsächlich von Nutzen ist und Ärzte den Mut haben, dies nun weiter zu prüfen.

Lesen Sie dazu auch: Zelltherapie scheint Herzen nach Infarkt zu schützen

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

© Springer Medizin Verlag

Rheumatoide Arthritis – auch auf die Lunge achten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: medac GmbH, Wedel
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Dissoziation

Umgang mit Trauma und PTBS: Was kann die Hausarztpraxis leisten?

Lesetipps
Eine ältere Frau fässt sich mit den Händen ins Gesicht

© Miriam Kunz

Interview

Schmerzen bei Demenz-Patienten: Welche Fallstricke lauern in der Diagnostik?

Luftverschmutzung aufgrund von Feuer, gepaart mit Hitzewellen - da leidet nicht nur die Lunge, sondern auch das Herz.

© Kang / stock.adobe.com

Effekte der Klimaerwärmung

Hitze plus Waldbrandrauch erhöhen kardiovaskuläre Mortalität