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Neue Kombi-Optionen bei Mammakarzinom

CHICAGO (sh). Neuen Studienergebnissen mit dem dualen Tyrosinkinase-Hemmer Lapatinib zufolge profitieren Frauen mit metastasiertem Brustkrebs sowohl von einer Kombination des Hemmers mit Pazopanib als auch mit Bevacizumab.

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Lapatinib (Tyverb®) ist eine kleinmolekulare Substanz, die die beiden Wachstumsfaktor-Rezeptoren EGFR und Her2 hemmt. Bei der US-Krebstagung ASCO in Chicago stellte Dr. Dennis Slamon aus Los Angeles Daten einer Phase-II-Studie vor. In der Studie wurde Lapatinib allein oder in Kombination mit dem Multi-Target-Tyrosinkinase-Hemmer Pazopanib bei Frauen mit Her2/ErbB2-positivem fortgeschrittenem Mamma-Ca eingesetzt. Erstmals seien damit in einer Studie zwei oral einzunehmende, kleinmolekulare Substanzen verwendet worden, so Slamon bei einer Veranstaltung von GlaxoSmithKline. Der primäre Endpunkt, das Fortschreiten der Erkrankung in der 12. Woche, wurde bei 28 der 72 Patienten (39 Prozent) in der Monotherapie-Gruppe und bei 25 der 69 Patienten (36 Prozent) der Patienten in der Kombinationsgruppe registriert - also kein signifikanter Unterschied. Die Daten seien aber wichtig, weil sie zeigten, dass zwei zielgerichtet wirkende Substanzen zur Therapie kombiniert werden könnten, so Slamon.

Die Kombination von Lapatinib mit dem Angiogenese-Hemmer Bevacizumab wurde ebenfalls bei Her2-positivem metastasiertem Mamma-Ca geprüft. Die meisten Frauen waren zuvor mit Trastuzumab behandelt worden. Die Ergebnisse der einarmigen Phase-II-Studie, präsentiert von Dr. Steven Stein vom Unternehmen, zeigten, dass bei 63 Prozent der bislang 32 Frauen in Woche 12 die Erkrankung nicht fortgeschritten war. Dies seien ermutigende Ergebnisse, so Stein.

Lapatinib hat, wie gemeldet, vor kurzem die EU-Zulassung unter Auflagen erhalten. Das Präparat ist in Kombination mit Capecitabin zur Therapie bei fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs angezeigt, und zwar für Patienten, deren Tumoren ErbB2 übermäßig synthetisieren. Die Patienten sollen eine progrediente Erkrankung nach einer Therapie haben, die Anthrazykline und Taxane und - in der metastasierten Situation - Trastuzumab einschloss.

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