Neue Kombi bringt Hochdruck-Therapie voran

FRANKFURT AM MAIN (skh). Erstmals ist ein Kombipräparat aus einem Kalziumantagonisten und einem AT1-Blocker in der EU zur Hochdruck-Therapie zugelassen worden. Mit Amlodipin plus Valsartan können auch Patienten den Zielwert von unter 140/90 mmHg erreichen, denen das mit der Kombination aus einem Kalziumantagonisten und einem ACE-Hemmer nicht gelungen ist.

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Die Zulassung gilt für Hypertoniker, die mit einer Monotherapie den Zielwert von unter 140/90 mmHg nicht erreichen. Mit der Kombination aus 10 mg Amlodipin und 160 mg Valsartan (Exforge®) wurden in der EXPRESS-C-Studie* 105 Patienten mit systolischen Werten zwischen 180 und 160 mmHg behandelt.

Das Ergebnis: Nach fünf Wochen kamen 86 Prozent auf einen systolischen Wert unter 140 mmHG oder einen diastolischen Wert unter 90 mmHG. 64 Prozent erreichten beide Zielwerte. Zuvor waren die Patienten über fünf Wochen mit dem ACE-Hemmer Ramipril und dem Kalziumantagonisten Felodipin behandelt worden und hatten den Zielwert nicht unterschritten (DMW 2006, 131, 164).

Dabei war die neue Kombinationstablette gut verträglich: Die für die Therapie mit Kalziumantagonisten typischen peripheren Ödeme traten mit der Kombination aus Amlodipin plus Valsartan nicht auf.

"Auch adipöse Typ-2-Diabetiker, die meist eine Hypertonie entwickeln, profitieren von der Kombination", berichtete Professor Peter Trenkwalder vom Klinikum Starnberg bei einer Pressekonferenz von Novartis und Pfizer. Mit Mono- und bisher verfügbaren Kombitherapien können diese Patienten oft nicht ausreichend behandelt werden. Mit Amlodipin plus Valsartan könnten nach Trenkwalders Erfahrung auch diese Patienten Zielwerte für Diabetiker von unter 130/80 mmHg erreichen.

Die einmal täglich einzunehmende Amlodipin/Valsartan-Tablette wird ab 1. Februar in den Dosierungen 5 mg/80 mg, 5 mg/160 mg und 10 mg/160 mg erhältlich sein.

* Das Studienkürzel EXPRESS-C steht für: Exforge in Patients not Controlled by other antihypertensives therapy with ACE inhibitor plus CCB

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