Diabetes mellitus

Neue Leitlinie zu Typ-1-Diabetes

BERLIN (eb). Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) hat eine neue Leitlinie zur Therapie bei Typ-1-Diabetes publiziert (Diabetologie 2012; 7: 33). Sie richtet sich gleichermaßen an Ärzte, Diabetesberaterinnen und Patienten.

Veröffentlicht:

Die intensivierte Insulintherapie gibt Patienten viele Freiheiten, so die DDG. Sie verpflichtet sie aber auch zum regelmäßigen Blutzuckermessen. Vordringliches Ziel ist eine langfristige Stabilisierung des Blutzuckers, angestrebt wird ein HbA1c-Wert unter 7,5 Prozent.

Zur Empfehlung gehört aber auch, dass Ärzte den HbA1c-Zielwert nicht rigoros vorgeben, sondern mit jedem Patienten individuell vereinbaren. Mit zu niedrigen HbA1c-Werten steigt das Risiko schwerer Unterzuckerungen. Diese konsequent zu vermeiden, ist ebenfalls ein wichtiges Therapieziel, so die DDG.

Wichtige Informationsquelle

Bei gut verträglicher Blutzuckersenkung könnten Patienten die Entwicklung von Hypoglykämien rechtzeitig wahrnehmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

"Wir berücksichtigen heute mehr denn je die Bedürfnisse der Patienten und loten mit ihnen gemeinsam die Möglichkeiten zur Umsetzung vorgeschlagener Therapien aus", so DDG-Sprecher Professor Andreas Fritsche. Die Leitlinie ist dabei eine wichtige Informationsquelle.

Vorgestellt werden die verschiedenen Insulinarten und ihre Anwendung sowie Ernährung, psychosoziale Betreuung und die Therapie in Sondersituationen wie bei Operationen oder auf Reisen.

Leitlinie zur Therapie bei Typ-1-Diabetes als Download (PDF, ca. 1,3 MB)

Mehr zum Thema
Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Pandemiebedingt sind in den ersten neun Monaten die Arzthonorare bei den 102 Kassen nur um knapp 1,8 Prozent gestiegen. GKV-weit nahmen die Leistungsausgaben inklusive Verwaltungskosten um rund 4,8 Prozent zu.

© Stockfotos-MG / stock.adobe.com

Kassenfinanzen

Kassen bunkern noch 13,6 Milliarden Euro