Neue Metaanalyse: Pille senkt Risiko für Ovarial-Ca

NEU-ISENBURG (ikr). Frauen, die mit der Pille verhüten, sind besser als andere Frauen davor geschützt, später ein Ovarial-Karzinom zu entwickeln. Das bestätigen die Ergebnisse einer großen Metaanalyse mit Daten von mehr als 100 000 Frauen.

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Ausgewertet haben die Forscher um Dr. Valerie Beral aus Oxford die Ergebnisse von 45 Studien aus 21 Ländern (Lancet 371, 2008, 303). Die Daten stammen von 23 257 Patientinnen mit Ovarialkarzinom und 87 303 gesunden Kontrollpersonen.

Daraus haben die Forscher errechnet, dass pro fünf Jahre Einnahme der Pille das Risiko für ein Ovarial-Ca um 29 Prozent sinkt, wenn das orale Kontrazeptivum vor weniger als zehn Jahren abgesetzt wurde. Liegt die letzte Einnahme der Pille bereits 10 bis 19 Jahre zurück, beträgt die Risikoreduktion nur noch 19 Prozent und bei der letzten Einnahme vor 20 bis 29 Jahren etwa 15 Prozent.

Wie die Forscher berichten, hatten insgesamt 7308 Frauen mit Ovarial-Ca (31 Prozent) und 32 717 (37 Prozent) der gesunden Kontrollpersonen jemals orale Kontrazeptiva benutzt. Im Durchschnitt dauerte die Anwendung 4,4 oder 5 Jahre. Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt der Diagnose des Ovarial-Ca lag in den Studien bei 56 Jahren.

Die Pille hat jedoch nicht nur positive Nebeneffekte. So gibt es Hinweise aus vielen Studien auf ein erhöhtes Thromboembolie-Risiko je nach Dosierung und Zusammensetzung der Präparate. Außerdem wurde ein erhöhtes Zervixkrebs-Risiko gefunden (Lancet 370, 2007, 1609).

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