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Neue Option gegen resistente Bakterien

FRANKFURT/MAIN (nsi). Die europäische Zulassungsbehörde hat ein neues Antibiotikum zugelassen, das ohne vorherige Resistenzbestimmung angewandt werden kann.

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Das Präparat Tigecyclin ist ein Breitspektrum-Antibiotikum aus der Klasse der Glycylcycline. Es hemmt das Wachstum vieler Gram-negativer und -positiver Bakterien, auch solcher, die gegen herkömmliche Antibiotika unempfindlich geworden sind.

Es hemmt aerobe und anaerobe Erreger wie Methicillin-resistente und -sensible Staphylococcus aureus, Streptokokken, Enterokokken, auch bei Glykopeptid-Resistenz und unter den Gram-negativen Problemkeimen die Betalaktamase-bildenden Enterobacteriaceae, etwa E. coli. Tigecyclin ist indiziert bei komplizierten Infektionen der Haut, der Weichteile und bei komplizierten Intraabdominalinfektionen.

"Der Vorteil des neuen Breitband-Antibiotikums für die klinische Praxis ist, daß es als Monotherapie angewendet werden kann bei Infektionen, die rasches Handeln erfordern, also ohne vorangegangene Keim- und Resistenzbestimmung", sagte Dr. Frank Kipp vom Institut für Mikrobiologie der Uni Münster bei einer Pressekonferenz in Frankfurt am Main zur "Ärzte Zeitung".

Mit einem Schlag ließen sich so fast alle Gram-negativen und -positiven Keime unabhängig vom Resistenzprofil erfolgreich bekämpfen. Tigecyclin wird von dem Unternehmen Wyeth seit kurzem als Tygacil® in Deutschland angeboten.

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