Neue Therapie für Patienten mit HIV-Infektion

BERLIN (djb). Mit dem CCR5-Hemmer Maraviroc ist ein neues HIV-Medikament auf dem Markt. Es wird bei zuvor erfolglos behandelten Patienten angewandt, deren Viren den Korezeptor CCR5 für die Infektion brauchen und gegen die nur noch wenige HIV-Medikamente wirken.

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In den Studien verringerte Maraviroc (Celsentri®), das zweimal täglich eingenommen wird, zusätzlich zur optimierten antiretroviralen Basistherapie (OBT) die Menge CCR5-troper Viren signifikant stärker als OBT. Das hat Dr. Michael Warmbold von Pfizer bei einer Veranstaltung in Berlin berichtet.

An den Studien nahmen Patienten mit fortgeschrittener HIV-Erkrankung teil, die bereits stark behandelt waren. Wegen Resistenzen oder Unverträglichkeiten hatten sie Virusmengen von mindestens 5000 HIV-RNA-Kopien pro Milliliter Blut.

Nach 24 Wochen Therapie mit Maraviroc hatte sich die Virusmenge in der Verum-Gruppe um fast das Hundertfache verringert, mit OBT nur um knapp das Zehnfache. Behandelt wurden die Patienten mit 300 mg zweimal pro Tag. Nach 48 Wochen hatten in der Maraviroc-Gruppe 56 Prozent eine Viruskonzentration von weniger als 400 Kopien/ml erreicht. Bei 46 Prozent war HIV nicht mehr nachweisbar, die Menge lag also unter 50 HIV-RNA-Kopien/ml.

In der Placebo-Gruppe war das nur bei 23 oder 17 Prozent der Fall. Die mittlere Zahl der CD4-Helferzellen war im Maraviroc-Arm nach 24 Wochen um 106 und nach 48 Wochen um 124 Zellen/Mikroliter Blut gestiegen, mit Placebo nur um 57 oder 60,9 Zellen/µl.

Die neue Therapie wurde gut vertragen, berichtete Warmbold: Unerwünschte Wirkungen waren nicht häufiger als mit Placebo.

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