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Capsaicin-Provokation

Neuer Ansatz für die Dyspepsie-Diagnose

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WIESBADEN. Ein einfacher, minimal-invasiver Test könnte bei der Diagnose von Dyspepsie helfen: die Capsaicin-Provokation.

Professor Peter Layer, Israelitisches Krankenhaus Hamburg, stellte die Studie dazu beim Gastro Update in Wiesbaden vor (Am J Gastroenterol 2018; 113: 584-592). 224 Patienten mit unklaren abdominalen Symptomen ohne Alarmzeichen schluckten eine Kapsel mit 0,75 mg Capsaicin.

Vor und nach Einnahme wurde der Schweregrad der Symptome anhand eines Fragebogens abgefragt. Ergebnis: Dyspepsie-Patienten berichteten über einen signifikant stärkeren Symptomanstieg (+ 10 auf einem Symptom-Score) im Vergleich mit Kontrollgruppen (CED: 2,5; peptisches Geschwür: 0; Reizdarmsyndrom: 3; sonstige Diagnosen: 2,5), schreibt Layer im Manuskript zur Fortbildungsveranstaltung. „Patienten mit Refluxkrankheit ohne oder mit dyspeptischer Begleitsymptomatik reagierten entsprechend“.

„Hiernach könnte eine Capsaicin-Hypersensitivität dazu beitragen, eine funktionelle Dyspepsie von anderen Störungen abzugrenzen“, so Layer. Auch sieht der Gastroenterologe die medikamentöse Blockade des spezifischen Capsaicin-Rezeptors TRPV1 als potenziellen Therapieansatz. (grz)

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