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Neuer H5N1-Impfstoff soll vor Grippe-Pandemie schützen

BERLIN (gvg). Der Impfstoffhersteller GlaxoSmithKline (GSK) hat einen neuen, prä-pandemischen Grippeimpfstoff zur Zulassung eingereicht. Er führt zu starken Immun-reaktionen, obwohl er nur minimale Mengen Grippeantigen enthält.

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Der Impfstoff Panderix™ richtet sich gegen den Virenstamm H5N1, den Erreger der derzeit in vielen Ländern kursierenden Vogelgrippe. Er enthält nur noch 3,75 µg des Hämagglutinin-Antigens (HA), führt aber dennoch bei über 80 Prozent der Probanden zu einer protektiven Antikörperantwort. In dem 2005 von GSK zur Zulassung eingereichten Vorläufer Daronrix™ waren es noch 15 µg. Andere H5N1-Impfstoffe enthalten noch deutlich mehr Antigen.

Die Antigenmenge sei ganz entscheidend für die Frage, wie viel Impfstoff im Pandemiefall schnell produziert werden könne, erläuterte GSK-Impfstoffexperte Norbert Hehme. So wurden in den ersten Studien mit Pandemie-Impfstoffen in den USA zwei Impfungen zu je 90 µg HA geprüft. "Das hätte bei den derzeitigen Produktionskapazitäten für 90 Millionen Menschen gereicht", so Hehme in Berlin. Von einem Impfstoff, der nur 3,75 µg HA enthält, könnten unter den aktuellen Herstellungsbedingungen schon über eine Milliarde Impfdosen produziert werden.

Möglich wird die extreme Verdünnung durch ein neues Adjuvans, mit dem die Immunogenität des Impfstoffs erheblich verstärkt werden kann.

Hinter so genannten prä-pandemischen Impfstoffen - wie dem derzeit zur Zulassung eingereichten -steht das Konzept einer prophylaktischen Impfung im Vorfeld einer Pandemie. Die Impfung gegen Viren der Variante H5N1 würde zwar nicht vor dem Pandemie-Virus schützen, könnte aber zumindest eine Teilimmunität hervorrufen. Dass das nicht ganz aus der Luft gegriffen ist, haben Tierversuche ergeben. In den Versuchen konnte der Impfstoff teilweise eine Kreuzimmunität gegenüber anderen Virusvarianten erzeugen. Eine prä-pandemische Impfung würde gemacht, wenn ein Pandemie-Virus häufiger von Mensch zu Mensch übertragen wird. Die Impfung könnte die Zeit überbrücken helfen, bis ein spezifischer Pandemie-Impfstoff zur Verfügung steht.



Probanden gesucht

Ab Februar 2007 beginnt eine weitere Studie mit einem Impfstoff gegen H5N1. Bei der bundesweiten Studie von GSK mit 504 Probanden soll außer der Verträglichkeit des Impfstoffs geprüft werden, in welchem Ausmaß die körpereigenen Abwehrkräfte stimuliert werden. Für diese Studie werden in Deutschland 18- bis 60-jährige Probanden gesucht. Infos unter Telefon: 0180-3 45 61 00.

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