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Positive Studienergebnisse

Neuer Wirkstoff schützt vor Malaria-Erreger

DSM265, ein neuer Wirkstoff zur Malaria-Prophylaxe, hat in einer ersten Studie eine gute vorbeugende Wirksamkeit gezeigt.

Veröffentlicht:

TÜBINGEN. Erste erfolgreiche Studienergebnisse mit dem neuen Wirkstoff DSM265 zur Prophylaxe von Malaria haben Forscher vom Institut für Tropenmedizin der Universität Tübingen sowie dem Deutschen Zentrum für Infektionsmedizin erzielt.

In einer Studie mit freiwilligen gesunden Probanden, die nach Einnahme des Wirkstoffs mit Malariaerregern infiziert wurden, habe DSM265 eine gute vorbeugende Wirkung gezeigt (Lancet Inf Dis 2017; online 28. März), teilt die Universität Tübingen mit.

Insgesamt erhielten 21 Probanden, die niemals zuvor an Malaria erkrankt waren, DSM265 in einmaliger Dosis, ein etabliertes Malariamedikament oder ein Placebo. Der Versuch war doppelblind angelegt. Jeweils einen oder sieben Tage nach der Einnahme von DSM265 wurden alle Probanden unter kontrollierten Bedingungen mit Malariaerregern infiziert.

"Wie zu erwarten war, vermehrten sich die Malariaerreger im Körper der Placebo-Gruppe ungestört. Die Probanden, die DSM265 einen Tag zuvor eingenommen hatten, waren vor der Infektion geschützt", wird Studienautor Dr. Benjamin Mordmüller in der Mitteilung zitiert. Die Einnahme sieben Tage vor der Infektion sei nur teilweise wirksam gewesen, könne aber vermutlich durch eine Erhöhung der Dosis verbessert werden. Alle Probanden hätten das Mittel gut vertragen.

DSM265 ist der am weitesten entwickelte Wirkstoff einer neuen Generation von Malariamedikamenten, der nach Einschätzung der Wissenschaftler das Potenzial zur vorbeugenden Wirksamkeit hat. Das Mittel, das oral eingenommen wird, hemmt die Dihydroorotat-Dehydrogenase – ein Enzym, das eine wichtige Rolle bei der Neusynthese von Pyrimidin spielt, auf die der Malariaerreger angewiesen ist. "Theoretisch kann DSM265 eine Infektion mit Plasmodien gleich nach dem Mückenstich stoppen", wird Studienautor Professor Kremsner zitiert. (eb)

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