Krebs

Neues Filgrastim-Biosimilar gegen Neutropenie verfügbar

MÜNCHEN (ug). Ab sofort steht mit Filgrastim HEXAL® das zweite Biosimilar von Hexal zur Verfügung. Der Wirkstoff ist ein Granulozyten-koloniestimulierender Faktor zur Therapie bei Neutropenien.

Veröffentlicht:

Das neue Biosimilar sei eine kostengünstige Therapiealternative gegen Neutropenie bei Krebspatienten, sagte Professor Klaus-Peter Hellriegel aus Berlin bei der Einführungspressekonferenz in München. Neutropenie tritt häufig nach einer zytotoxischen Chemotherapie auf. Das neue Biosimilar gibt es als Injektions- oder Infusionslösung in den Wirkstärken 30 Mio. E / 0,5 mg und 48 Mio. E / 0,5 mg. Neu ist zudem eine Nadelschutzvorrichtung der Fertigspritzen, die vor Verletzungen schützt.

Zwischen 70 und 100 Millionen Euro koste die Entwicklung eines Biosimilars, so Kim Soldtwedel, Leiterin des Geschäftsbereichs Biosimilars/Onkologie bei dem Unternehmen. Nicht zuletzt, weil für die Zulassung aufwendige Phase-I- und Phase-III-Studien nötig sind, in denen für das Biosimilar nachgewiesen werden muss, dass es mit dem Referenzprodukt vergleichbar ist. Phase-II-Studien zur Dosisfindung seien nicht nötig. Da könne man sich an der Originalsubstanz orientieren. Das Unternehmen hat derzeit 25 weitere Biosimilars in der Pipeline.

Das Filgrastim-Biosimilar wurde nach dem Prinzip "Quality by Design" entwickelt: Zunächst wurde die Referenzsubstanz gründlich analysiert und dann biotechnisch ein möglichst ähnlicher Wirkstoff hergestellt. Deshalb werden solche Produkte als Biosimilar und nicht als Generikum bezeichnet.

Mehr zum Thema

Überarbeitete Fassung

Leitlinie zum Pankreaskarzinom aktualisiert

Schlagworte
Das könnte Sie auch interessieren
Management tumorassoziierter VTE

© Leo Pharma GmbH

CME-Fortbildung

Management tumorassoziierter VTE

Anzeige | Leo Pharma GmbH
CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

© Leo Pharma GmbH

Empfehlungen

CAT bei „3G“-Tumoren richtig managen

Anzeige | Leo Pharma GmbH
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Mit ganz unterschiedlichen Aktionen versuchen MFA, auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Hier im Bild die Protestaktion des Verbands medizinischer Fachberufe am vergangenen Mittwoch in Berlin. In vielen Praxen solidarisieren sich aber auch die Ärztinnen und Ärzte mit ihren Fachangestellten.

© Verband medizinischer Fachberufe

Aktion pro Corona-Bonus

MFA streiken, ihre Chefinnen legen sich für sie ins Zeug