Neues Kunstherz nimmt Rhythmus des Patienten auf

BAD OEYNHAUSEN (skh). Erstmals haben Kollegen einem Patienten eine weiterentwickelte Linksherzunterstützung implantiert. Der 68jährige mit Herzinsuffizienz im NYHA-Stadium IV ist am Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen behandelt worden.

Veröffentlicht:

Das Gerät ist kleiner als herkömmliche Kreislauf-Unterstützungssysteme. Sie werden auch VAD (Ventricular Assist Device) genannt, wie Oberarzt Dr. Aly El-Banayosy berichtet.

Zudem passe sich der künstliche Herzrhythmus an den Bedarf des Patienten an. Gesteuert wird er über Sensoren für die Fließgeschwindigkeit des Blutes und für die Füllungsgeschwindigkeit des linken Ventrikels. Die Pumpe liege vollständig im Körper, nur Steuereinheit und Batterien müssten die Patienten außerhalb des Körpers tragen, so El-Banayosy. Die Spezialisten vom Herz- und Diabeteszentrum NRW haben das System in Zusammenarbeit mit dem italienischen Unternehmen NewCorTec entwickelt.

Mit VAD können Patienten mit schwerster Herzinsuffizienz die Zeit bis zur Erholung des eigenen Herzens oder bis zur Transplantation überbrücken. Das System BestBeat® sollen sie bei Bedarf bis zu zwei Jahre tragen können.

Weitere Infos: www.hdz-nrw.de oder www.newcortec.com

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Entgegen geltender Empfehlung

Acetylsalicylsäure ist bei mechanischer Herzklappe noch immer die Regel

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Jahrestagung Amerikanische Neurologen

Eine Frage der Entropie: Wie Psychedelika bei Depressionen wirken

Großes Reformpuzzle

So will Lauterbach den Krankenhaus-Sektor umbauen

Lesetipps
Ulrike Elsner

© Rolf Schulten

Interview

vdek-Chefin Elsner: „Es werden munter weiter Lasten auf die GKV verlagert!“